Die Dow Jones-Futures steigen um 0,06 % und handeln während der europäischen Sitzung am Montag nahe 48.650, während auch die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures zulegten und um 0,14 % bzw. 0,38 % auf etwa 6.910 und 25.480 anstiegen. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die US ISM Manufacturing PMI-Daten, die später in der nordamerikanischen Sitzung fällig sind.
Die US-Index-Futures steigen, während die Anleger die Auswirkungen der Militäroperation der Vereinigten Staaten (USA) in Venezuela bewerten. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump startete einen "großangelegten Angriff auf Venezuela" und nahm Präsident Maduro fest, um sich ohne Zustimmung des Kongresses den Anklagen zu stellen. Trump sagte, die USA würden Venezuela verwalten, bis ein sicherer, geordneter und vernünftiger Übergang erreicht sei, berichtete CNN am Wochenende.
Allerdings schlug Außenminister Marco Rubio am Sonntag einen gemäßigteren Ton an und betonte, dass Washington über ausreichenden Einfluss verfüge, um seine Ziele zu erreichen, ohne jedoch eine direkte US-Regierung anzudeuten.
Präsident Trump warnte, Washington könnte eine neue militärische Intervention starten, wenn Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez die US-Forderungen nicht erfüllt. Er kommentierte auch die Führung Kolumbiens, brachte die Idee von "Operation Kolumbien" ins Spiel, kritisierte Mexiko dafür, dass es sich nicht zusammenreiße, und deutete an, dass Kuba kurz vor dem Zusammenbruch stehe, berichtete The Guardian am Montag.
Händler warten auf weitere Hinweise zur geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve (Fed). Die Protokolle der FOMC-Sitzung im Dezember deuteten darauf hin, dass die meisten Teilnehmer der Meinung waren, dass es wahrscheinlich angemessen wäre, bei einem Rückgang der Inflation keine weiteren Zinssenkungen vorzunehmen. Die Märkte bereiten sich darauf vor, dass US-Präsident Donald Trump einen neuen Fed-Vorsitzenden nominieren wird, um Jerome Powell zu ersetzen, wenn dessen Amtszeit im Mai endet, ein Schritt, der die Geldpolitik in Richtung niedrigerer Zinssätze verschieben könnte.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.