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    BASF-Aktie: Lohnt sich jetzt eine Investition? BASF Aktie Prognose

    Minuten
    Aktualisiert um 19. Apr. 2024 05:41

    Es stellt sich die Frage, warum die BASF zur Zeit so günstig bewertet ist. Nun, dies trifft auf die meisten globalen Chemiekonzerne zu. Im direkten Leistungsvergleich zu Dow Chemical (DOW) Dupont (DD) und LyondellBasell Industries schneidet die BASF ähnlich ab. Allerdings fokusiert sich die BASF asiatisches Wachstum und schüttet eine höhere Dividendenrate aus. 


    Bemerkenswert ist, dass obwohl Dupont im jüngst berichteten Quartal stark einbrach, die Ergebnisse und Guidance deutlich niedriger als Erwartungen waren, sich jedoch der Kurs sofort wiederholte. Dies bedeutet, dass der Markt bereits sein Augenmerk auf den nächsten zyklischen Aufschwung richtete. Ein zusätzlicher Faktor ist, dass die US Unternehmen höher bewertet werden als europäische. Im Zuge eines europäischen konjunkturellen Aufschwungs könnte sich diese Diskrepanz vermindern, was wiederum eine Faktor für eine BASF Aktien Kurssteigerung sein könnte.


    Als zyklische Unternehmen sind Zentralbank, Zinspolitik und globale Wirtschaftsindikatoren wesentliche Faktoren, welche auf BASFs Akteinkurspreisentwicklung Einfluss nehmen. Dazu kommen kommen konkurrenzbedingte Faktoren, wie zum Beispiel abgesetztes Volumen und Preisentwicklung für vertriebene Produktsparten. Als Anleger sollte man sich eher auf die globale konjunkturelle Entwicklung und Zentralbank Zinspolitik fokussieren, da sich die BASF durch ihre Größe und Management durch die vergangenen Zyklen hinweg behauptet hat.


    Seit 2022 bewegte sich die Preisbandweite der BASF zwischen €37 und €60 pro Aktie, dies bei gleicher Dividende ! Sollte die globale Wachstumsrate sich 2024 langsam und 2025 deutlicher erhöhen, sollte der Aktienpreis Richtung des 2022 Hoch von 60€ tendieren, da das Unternehmen, nach Betrachtung ihrer finanziellen Kennzahlen und Segment Konkurrenzfähigkeit, als solide einzustufen ist. 


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    Quelle: TradingView


    Unten an die Preisentwicklung der Konkurrenten Dow Chemical, Dupont, und Lyondellbasell Industries, sowie relevante Kennzahlen. Wir müssen betonen, dass diese drei in den USA gehandelten Aktien nur einen Bruchteil BASFs globaler Konkurrenten darstellt, jedoch diejenigen sind, welche der BASF am meisten ähneln, da sie global diversifiziert und nicht in der Erdöl- und Erdgasförderung aktiv sind. Diese sind zum Beispiel Sinopec Group, Saudi Basic Industries Corporation, Exxon Mobil Corporation, China National Chemical Company, Mitsubishi Chemical Holding Co. und Sumitomo Chemical Co.


    Relevante Kennzahlen:


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Hierbeifällt die BASF durch ihre höhere Dividenrate, niedrigen Preis / Buchwert und geringere Operative Marge aus. BASF ist also zyklischer als seine amerikanischen Konkurrenten. Ein weiterer Aspekt ist BASFs Fokus auf globales Wachstum, insbesondere in asiatischen Märkten. Sollte dies der Fall sein, wäre es für die BASF Aktienentwicklung gegenüber den drei oben genannten Konkurrenten ein entscheidender Vorteil.


    DOW Chemical (DOW):


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    Quelle: TradingView


    Dupont (DD):


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    Quelle: TradingView


    LyondellBasell Industries (LYB): 


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    Quelle: TradingView


    BASFs Vorgaben, siehe Grafik unten an, wurden für 2023 nicht erreicht. Am 19 Januar 2024 meldete das Unternehmen vorläufig eine Umsatz  von € 68.9 Milliarden und EBIT (Ergebnis vor Zinszahlungen und Steuern) von €3,8 Milliarden.  


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Der abschließende Bericht für 2023 wird am 23 Februar 2023 veröffentlicht. ObwohlUmsatz und EBIT bereits veröffentlicht wurden, wird sich die Aktie an derGuidance - also der Unternehmensprognose ihrer selbst - orientieren. Zudem wird derVerkauf von der Branche Winterhshall verrechnet werden. Die Guidance wirdhöchstwahrscheinlich niedriger als jetzige VARA Prognosen sein (Prognose derGrossbanken zur BASF). 


    Obwohl das Unternehmen im Quartalsbericht Q3 von Anzeichen einer leichte zyklischen Erholung sprach, trifft dies derzeit nur aufdie USA und einige Entwicklungsländer zu, nicht jedoch für den chinesischen Großmarkt, der zwar weiter um 4% wächst, gleichzeitig mit hohem Margendruckbehaftet ist. 


    Kurzum: Wir raten nach dem abschließenden Jahresbericht,veröffentlicht am 23 Februar zu wägen und zu wagen, denn die Reaktion auf denabschließenden Bericht könnte volatil sein. Sollte die Aktie fallen, sehen wirdarin eine Kaufgelegenheit, da wir für 2024 und 2025 von einer pro-zyklischenEntwicklung ausgehen. 


    VARA BASF Progonose, 7 Februar 2023


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Dies hängt primär mit dem jetzigen Stadium des globalen Wirtschaftszyklus und nicht mit verfehlten Management zusammen: Der globale Einkaufsmanagerindex (engl. PMI)ist, vor allem in Europa, im Zuge des 2022 Energiepreis- und Inflationsschocks auf ein tiefes Niveau gefallen. BASFs Umsatz über die ersten drei Quartale 2023reduzierte sich um 22 Prozent, EBIT um 49.7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 


    Die BASF reagierte, wie in allenWirtschaftsflauten, durch Reduzierung der Lagerbestände und anderen kostenreduzierenden Massnahmen. Hervorzuheben ist, dass die BASF lediglich imSegment Nutrition and Care einen leichten EBIT Verlust im dritten Quartal2023 hinnehmen musste. Bis Ende 2026 werden die Kosten jährlich um €1.1 Milliardenreduziert.


    Am 23 Februar 2024 wird der vollständige Bericht zu 2023 veröffentlicht. Dies bedeutet, dass durch die veröffentlichte Zielsetzung für 2024 (engl. Guidance) die Prognosen der Analysten nochmals abgestuft werden, da dies bei vielen anderen globalen Chemieunternehmen auch der Fall in diesem Quartal war. 


    Sollte deswegen die BASF Aktie kurzfristig sinken, könnte sie sich durchaus kurzum, wie jüngst im Fall von Dupont (DD), erholen, da institutionelle Anleger ihr Augenmerk auf 2025 richten. Also: Warten Sie erstmal ab, was am 23 Februar berichtet wird und treffen Sie Ihre Anlageentscheidung danach unter Betracht von BASF Guidance für 2024, Marktreaktion und Ihrer persönlichen Meinung zur wahrscheinlichsten globalen konjunkturellen Entwicklung für 2024 / 2025. 


    Bei zyklischen Aktien sollte man kaufen, wenn sie vergleichsweise billig sind und eine Aussicht für zyklische Erholung besteht. Es bleibt dem Leser überlassen, wie er die konjunkturelle Entwicklung 2024 und folgend einschätzt. Wir gehen in unserem Basisszenario von einer Erholung aus.


    Es bestehen erste Anzeichen einer langsamen, jedoch stetigen weltweiten Erhöhung. Mit anderen Worten hängen BASFs Umsatzsteigerung und Marktentwicklung vom weltweiten Wachstum ab. Der Konsens geht von einer Erholung während 2024 aus, während für 2025 ein deutliches Wachstumsjahr prognostiziert wird. Dies erklärt die Hausse an den Märkten, insbesondere des US Aktienmarktes, da darüber hinaus auch die Erwartungshaltung von Leitzinssenkungen während 2024 ohne globale Rezession zum Konsens geworden ist. 


    Sollte dieses Szenario der Fall sein empfiehlt sich das Kaufen und Halten der BASFAktien da sie über eine vergleichsweise sichere Dividende von über 7% verfügt und zudem am Tiefstpunkt der Weltwitschaftszyklich vergleichsweise billig ist: Neben der Dividende besteht durchaus die Möglichkeit einer soliden Aktien Preissteigerung über die nächsten zwei Jahre. 


    Institutionelle Anleger könnten BASFs führendes Engagement in Emissionsreduzierung und damit verbundenehöherer ESG Bewertung zum Kauf gegenüber anderen Energiekonzernen oderChemieunternehmen ermuntern. 


    Die BASF-Aktie ist ein mittel- bis langfristiges Investmentvehikel. Als „BlueChip“ wird sie sich wahrscheinlich nicht mittelfristig verdoppeln. Allerdingskann man sich der Dividende, wegen BASFs hohem Credit Rating, soliden Bilanzierung, und dem Free Cash Flow positiv – selbst in einer Wirtschaftsflaute –sicher sein. 


    Zudem leitet das BASF Management Sparmassnahmen ein, um einenpositiven Operativen und Free Cash Flow sicherzustellen: So wurde zum Beispiel die globale Investitionsplan von 2023 bis 2027 von €28.8 Milliarden auf €24,8Milliarden nach Mitteilung von Dezember 2023 reduziert. Der Fokus liegt nunvermehrt auf kapital niedrigen Produktions-Effizienzsteigerungen. Nun sind €24,8Milliarden eine enorme Summe. Die BASF investiert in Wachstumsmärkte, so zum Beispiel das Zhangjing (Ort) Verbundwerk in China und Batteriematerialien. 


    Über Jahrzehnte hinweg stellte die BASF immer wieder unter Beweis, dass sie sich auf  verändernde Absatzmärkte einstellen und in den Bereichen, in denen sie konkurrierte, in marktführender Position etablierte. Dieses Muster strebt das Unternehmen mittel- und langfristig beizubehalten. Über die nächsten zehnJahre sind China und Batteriematerialien die wesentlich anvisiertenWachstumsmärkte:


    Wachstumsmarkt China: 81 Prozent des globalen Chemikalien Wachstums wird voraussichtlich überdie nächsten 6 Jahre in China erfolgen. Gleichzeitig muss erwähnt werden, dassder Margendruck in China relativ hoch ist, unter anderem wegenDeflationstendenzen. 


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Wachstumsmarkt Batterienmaterialien: 


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Ein batteriebetriebenes Fahrzeug benötigt vier mal soviel Kupfer und 2.5 mal so viel Chemikalien wie ein Verbrennungsmotor Fahrzeug.


    Cathode Active Materials (CAM) deutsch: Kathodenmaterialien. 


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Der Batteriewachstumsmarkt führte zu folgenden BASF Zielsetzungen:


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Risiken:


    Wiebei allen Aktien bestehen Risiken. Diese sehen wir primär im globalenWirtschaftszyklus. Eine unerwartete globale Rezession, aus welchen Gründen auch immer, würde die BASF Aktie belasten. Außerdem besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit von Rückschlagen, sein diese Konzern oder Chemiesektor spezifisch.Sowie völlig unerwartete Phasen, wie zum Beispiel Covid. Als Kapitalrisikoreduzierende Maßnahme empfehlen wir ein Stop Loss Ansatz. 

    BASF – Ein Chemiekonzern der Superlative

    Die BASF in ein Chemiekonzern mit weltweit 239, kundennah gelegenen produzierenden Standorten, etwa 110,000 Mitarbeitern von den etwa 10,000 im Forschungs- und Entwicklungsbereich arbeiten. In diesem Bericht werden BASFs sechs Segmente vorgestellt. Diese sind Chemikalien, Materialien, Industrielösungen, Oberflächen Technologien, Ernährung & Pflege, sowie Landwirtschaftslösungen. (Die BASF nutzt dafür die englischen Begriffe Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition& Care und Agricultural Solutions.)


    Umsatz (Sales)


    2023 verzeichnete BASF einen Umsatz von €68,9 Milliarden unter der Vara Prognose von zwischen €73 Milliarden und €76 Milliarden. Der Umsatzrückgang ist auf globale Wachstumsverlangsamung, erhöhte Energiepreise und Inflation im Allgemeinen, jedoch nicht auf Marktanteile Verlust zurückzuführen. Dies bedeutet, dass der Umsatz in der nächsten globalen Aufschwungphase wieder wachsen wird. Deswegen ist BASF ein zyklischer Wert.


    Die Graphiken zu Umsatz verdeutlichen ein diversifiziertes Portfolio, mit dem Vorteil, dass das Segment Chemicals andere Segmente mit Chemikalien beliefert. Umsatz nach Standort und Kunden ist in Europa etwas höher als Europas Gewichtung im globalen Markt. Dies und die Absicht, in Regionen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten teilzunehmen, bedingt ein deutlich höheres Investitionsniveau in Asien als in Europa oder Amerika.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Der BASF Umsatz von 2023 mit €68,9 Milliarden liegt 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2022) von €87,3 Milliarden. Aus der Datenreihe unten an geht hervor, dass sich der Umsatz nach einem Rückgang 2016 von 16% wieder erholte.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Gewinn – Verlust Rechnung:


    Das vorläufige EBIT, nach Pressemitteilung vom 19 Januar 2024, lag bei €3,8 Milliarden, unter der Vara Prognose von zwischen €4,0 Milliarden und €4,4 Milliarden Euro. Die deutliche Reduzierung von 6,54 Milliarden für 2022 ist auf eine verminderte Nachfrage durch globale Wachstumsverlangsamung, erhöhte Energiepreise und Inflation zurückzuführen.  Für den Aktionär bietet sich somit die Gelegenheit, in der Anfangsphase der globalen Wachstumssteigerung BASF zu kaufen, da sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis sich in der konjunkturellen Schwächephase nicht sonderlich erhöht hat.


    Das 2023 Nettoeinkommen betrug €225 Millionen unter der Vara Prognose von €2,247 Millionen.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Der FCF für 2023, nach Pressemitteilung vom 19 Januar 2024, betrug €2,7 Milliarden (€3,3 Milliarden 2022, während der 2023 Operating Cash Flow €8.1 Milliarden betrug, höher als im Vorjahr 2022 mit €7,7 Milliarden. Dies bedeutet, dass BASF Management auf die globale konjunkturelle Verlangsamung durch Sparmaßnahmen und eine Reduzierung der Investition 2023 logisch konsequent reagiert. 


    Dies wiederum bedingt ein sehr gutes Credit Rating, selbst in der Phase des gegenwärtigen konjunkturellen zyklischen Tiefpunkt. Für den Aktionär besonders attraktiv ist die seit 2013 stetig steigende Dividende sowie eine hohe Dividendenrate von 7,7 Prozent !


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Dividende: Die BASF schütten seinen Free Cash Flow aus:


    Aus der Grafik unten an geht deutlich hervor, dass die BASF seinen Free Cash Flow überwiegend an Aktionäre ausschüttet. An diesem Ansatz wird sich in Zukunft höchstwahrscheinlich nichts ändern.


    Zusätzlich hielt die BASF ihre Dividende entweder auf Vorjahresniveau oder hob sie an. Sollte ein Engpass im FCF bestehen, werden folgerichtig Investitionsausgaben reduziert.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Bilanzierung: Die Verschuldung der BASF ist niedrig genug, um ein hohes Credit Rating zu gewährleisten. Dies spricht wiederum für eine stabile Dividende. 


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Im Forschungs-und Entwicklungsbereich (engl. R&D) legt die BASF einen Schwerpunkt auf Landwirtschaftslösungen (engl. Agricultural Solutions) da ein Umsatzpotenzial von €7.5 Milliarden zwischen 2022 und 2032 besteht. Darüber hinaus wurde durch F&E über die letzten 5 Jahre €12 Milliarden in zusätzlichem Umsatzgeneriert. F&E ist in der Chemiebranche unabdingbar, um im Konkurrenzkampf zu bestehen. Dahingehendkollaboriert die BASF mit über 220 Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Dies ist gegenüber den Konkurrenten ein entscheidender Vorteil.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323



    Nutzen des Cash Flows:


    2022 gab die BASF an, zwischen 2023 und 2027 etwa €28,8 Milliarden in CAPEX (Kapitalaufwendungen)zu investieren. Zusätzlich werden pro Jahr etwa €2.3 Milliarden für F&E (Forschung und Entwicklung, engl. R&D) veranschlagt. Die Dividende soll weiterhin stetig, wie in den vergangenen fünf Jahren, wachsen. 


    Dies wird nicht nur den Gewinnüberschuss sondern auch durch eine fortwährend solide Bilanz ermöglicht. Um die Wettbewerbsfähigkeit beizubehalten passt sich das Portfolio oder Einzelunternehmen und Sparten laufend an Märkte, Wachstum und Profitabilität durch Zukäufe und Verkäufe an, so zum Beispiel die gegenwärtige Verkaufsabwicklung von Winterschall. Nach Dividendenzahlungen sind Aktienrückkäufe eine eher wenig genutzte Alternative, um Kapital Aktionären zurückzuführen. So betrugen Aktienrückkäufe zwischen Januar 2023 und Februar2023 etwa €1.4 Milliarden.  

    BASF Segmente: Kurze Beschreibung, Kennzahlen und Informationen zu deren Bereichen

    Im Folgenden werden die in der Grafik unten aufgelisteten Segmente vorgestellt. Dabei sticht das diversifizierte Portfolio der BASF hervor. Zudem nutzt in allen Segmenten BASF ihre eigenen Basischemikalien, ein Vorteil gegenüber Konkurrenten. Gleichzeitig besteht ein Nachteil gegenüber weltweit führenden Energieunternehmen, so zum Beispiel ExxonMobile oder Chevron, da diese selbst Öl und Gas fördern und ihren Basischemikalien produzierenden Geschäftsbereichen zuführen. 


    BASFs finanzielle Zielsetzung in allen Segmenten ist der Operative und Free Cash Flow. In den Segmenten Industrial Solutions und Nutrition & Care wird außerdem neben EBITDA Marge auch auf Wachstum gesetzt. In den verbleibenden vier Segmenten liegt die Zielsetzung beim absoluten EBITDA Niveau. Zusammenfassend ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital (engl. ROCE) der wesentlichste Leistungsindikator (engl. KPI für Key Performance Indicator).


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323

    Segment Chemikalien (Petrochemicals & Intermediates Division)

    Das Segment Chemie besteht aus den Bereichen Petrochemie und Intermediates Division. Es versorgt die anderen BASF Segmente mit Grundchemikalien und Zwischenprodukten. Neben BASF-Intern vertreibt BASF überwiegend an Kunden aus der Chemie- und Industriebranche sowie an Kunststoffindustrie.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    2022 EBITDA Margin 18.6%, EBIT Margin 11.8%


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Petrochemicals:


    Der Bereich Petrochemie ist der Grundpfeiler der BASF petrochemische Wertschöpfungsketten in allen Regionen. Der Geschäftsbereich produziert und vermarktet ein breites Portfolio von hochwertigen Basischemikalien und maßgeschneiderten Lösungen für interne und externe Kunden.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Intermediates:


    Der Geschäftsbereich Intermediates stellt rund 600 Produkte her, die weltweit verkauft werden. Dazu gehören Butandiol und seine Derivate, Amine, organische Säuren, Polyalkohole, Life Science Zwischenprodukte, Lösungsmittel und OASE ® Gasaufbereitungslösungen.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323

    Segment Materials (Materialien)

    Im Bereich Performance Materials entwickelt BASF gemeinsam mit Kunden Produkte vier große Industriesektoren: Transport, Konsumgüter, Industrieanwendungen und Bauwesen.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Performance Materials


    Im Bereich Performance Materials werden Produkte für vier Industriesektoren, also Transport, Konsumgüter, Industrieanwendungen und Bauwesen vermarktet.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Monomers:


    Der Bereich Monomers bietet ein breites Portfolio an großvolumigen Monomeren, basische Polymere und anorganische Chemikalien an. Diese Produkte werden in einem breiten Spektrum von Branchen eingesetzt, wie zum Beispiel in der Automobil, Möbel, Bau, Holzverarbeitung, Lebensmittel, Futtermittel-, Solar-, Verpackungs- und Textilindustrie.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323

    Segment Industrial Solutions

    Das Segment Industrial Solutions besteht aus den Divisionen Dispersions & Resins und  Performance Chemicals. Es entwickelt und vermarktet Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe für die Industrie Anwendungen wie Polymerdispersionen, Harze, Additive, elektronische Materialien und Antioxidantien. BASF Ziel ist es, organisch zu wachsen, insbesondere in Schlüsselindustrien wie der Automobil-, Kunststoff- und Farbenindustrie, Elektronik sowie Energie und Ressourcen. 


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Dispersons & Resins


    Der Geschäftsbereich Dispersions & Resins ist weltweit führende Lieferant von chemischen Produkten und Lösungen für zahlreiche  Branchen, darunter Beschichtungen, Bauwesen, Klebstoffe, Druck und Verpackung, Elektronik und Papier. 


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Performance Chemicals


    Hier werden Chemikalien für die Kunststoffe, Automobil, Raffinerien, Schmierstoffe, Ölfelder und Bergbau Märkte produziert und vertrieben.  Der Bereich Performance Chemicals gehört zu den Top Drei Marktpositionen in rund drei Vierteln des strategischen Geschäfts in welchen Bereichen es aktiv ist. Zu den Hauptkonkurrenten gehören Adeka, Afton, ChampionX, ExxonMobil, Lanxess, Lubrizol, Sabo, Solvay und Songwon.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Segment: Surface Technologies (Katalysatoren & Coatings)

    Das Segment Surface Technologies umfasst Katalysatoren und Coatings, die chemische Lösungen anbieten für Oberflächen. Sein Portfolio bedient Branchen wie den Automobil- und Chemiesektor sowie Automobil-OEM und Reparaturlacke, Oberflächenbehandlung, Katalysatoren, Batterie Materialien sowie Dienstleistungen für Edel- und Basismetalle.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Catalysts:


    Der Unternehmensbereich Catalysts der BASF ist ein weltweiter Marktführer für Katalysatortechnologien. Der Bereich entwickelt und produziert mobile Abgaskatalysatoren sowie Prozesskatalysatoren und bietet Edelmetallhandel, Recycling und verwandte Produkte an. Hervorzuheben sind die BASF Batteriematerialien.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Coatings:


    Der Unternehmensbereich Coatings bietet innovative und ökologische Lösungen für die Automobilindustrie und für eine Vielzahl von weiteren Märkten an . Darüber hinaus entwickelt und vermarktet BASF dekorative Produkte wie zum Beispiel Farben für den brasilianischen Innen- und Außenbereich im Wohnbereich und Gewerbebauten an. 


    Der Geschäftsbereich Coatings belegt eine der ersten drei Marktpositionen in allen strategischen Geschäftsfelder, in denen es tätig ist. Zu den Hauptkonkurrenten  gehören Akzo Nobel, Axalta, Henkel, KansaiPaint, Nippon Paint, PPG und Sherwin Williams.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323

    Segment Nutrition & Care

    Das Segment Nutrition & Care, bestehend aus den Geschäftsbereichen Care Chemical und Nutrition & Health produzieren und vertreiben Produkte für die Lebensmittel- und Futtermittelhersteller, Pharmaindustrie, sowie für die Textil-, Kosmetik-, Waschmittel- und Reinigungsmittelindustrie.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Care Chemicals:


    Der Unternehmensbereich Care Chemicals der BASF ist ein weltweit führender Anbieter für die Kosmetik-, Waschmittel- und Reinigungsmittelindustrie. Lösungen für Pflanzenschutz und Pflanzenernährung werden auch angeboten.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323


    Nutrition & Health:


    Der Unternehmensbereich Nutrition & Health der BASF entwickelt, produziert und vermarktet Inhaltsstoffe für die Ernährungs- und Gesundheitsindustrie.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323

    Segment Agricultural Solutions

    Im Segment Agricultural Solutions umfasst das BASF Angebot Saatgut und Saatgutbehandlungsmittel, sowie Fungizide, Herbizide, Insektizide und biologische Lösungen, ergänzt durch digitale Landwirtschaftslösungen. Diese Produkte ermöglichen es Landwirten, bessere Erträge zu erzielen.


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    Quelle: BASF Quartalsbericht. q323

    Fazit

    In unserem Basisszenario gehen wir von einem  konjunkturellen globalen Aufschwung ab Sommer - Herbst 2024 aus, welcher sich 2025 weiter entfalten wird. Dies würde eine markante BASF Umsatzsteigerung und Margenerhöhung bewirken: BASF ist ein zyklisches Unternehmen, eine „Blue Chip“ Aktie mit hoher, sicherer Dividendenrate von 7 Prozent. 


    Deswegen sollte man in Erwägung ziehen, während 2024 eine Position aufzubauen. Ob der Tiefpunkt der Aktie noch vor uns liegt, ist ungewiss, er könnte jedoch bereits geschehen sein. Das Unternehmen sticht durch Marktführerschaft und gute finanzielle Performance über vergangenen Wirtschaftszyklen und Marktveränderungen hervor. Warten Sie auf die Marktreaktion zum vollständigen 2023 Jahresbericht, der am 23 Februar 2024 veröffentlicht wird, ab, ehe Sie eine Kaufentscheidung treffen.


    Echtzeit-Veränderungen in der BASF-Aktie:

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    Der Autor wurde von MiTrade gesponsort und empfiehlt dem Leser sich deren Online Aktienhandel Service unter Mitrade Insights  näher anzuschauen.  Der Autor rät weiterhin für jede Position einen Stop Loss Order einzugeben, sollte wieder erwarten Märkte und damit auch eine gekaufte Aktie an Wert verlieren, oder ein gekaufter Wert aus welchen Gründen auch immer, deutlich fallen. Dies um ihren maximalen potenziellen Verlust vorab festzusetzen. 


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    FAQ
    Worin unterscheidet sich BASF von seinen Wettbewerbern wie Dow Chemical, Dupont und LyondellBasell Industries?
    Im Vergleich zu diesen Wettbewerbern konzentriert sich BASF stärker auf das Wachstum in asiatischen Märkten und bietet eine höhere Dividendenrate. Dies könnte BASF für Investoren attraktiver machen, insbesondere im Hinblick auf Dividendenerträge.
    Welche Wachstumsfaktoren könnten den BASF-Aktienkurs in den Jahren 2024 und 2025 beeinflussen?
    Sollte die globale Wirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 anziehen, könnte dies zu einer Steigerung der Nachfrage nach chemischen Produkten und damit zu einer Verbesserung der Geschäftsergebnisse und des Aktienkurses von BASF führen.
    Welche Risiken sind mit einer Investition in BASF-Aktien verbunden?
    Als zyklisches Unternehmen ist BASF stark von makroökonomischen Schwankungen abhängig. Wirtschaftsabschwünge, Zinspolitikänderungen oder intensiver Wettbewerb können sich negativ auf die Unternehmensleistung und den Aktienkurs auswirken. Zudem birgt die schnelle Markt- und Technologieentwicklung im Chemiesektor Unsicherheiten.

    Dieser Text spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider. Leser sollten diesen Artikel nicht als Grundlage für Investitionen betrachten. Bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen, sollten Sie den Rat eines unabhängigen Finanzberaters einholen, um sicherzustellen, dass Sie die Risiken verstehen. Differenzkontrakte (CFDs) sind Hebelprodukte, die zum Totalverlust Ihres Kapitals führen können. Diese Produkte sind nicht für jeden geeignet, investieren Sie daher vorsichtig. Für weitere Details informieren Sie sich bitte.

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    Autor  Mitrade TeamInsights
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    Blue-Chip-Aktien: Gewinnen am Start mit diesen TippsErfahren Sie, wie Sie mit Blue-Chip-Aktien starten: Auswahlkriterien, Investitionsstrategien und der Aufbau eines erfolgreichen Portfolios. Entdecken Sie die Welt der stabilen und zuverlässigen Renditen durch Investitionen in marktführende Unternehmen.
    Autor  Andreas KöhlerInsights
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    Autor  Alexander MaverickInsights
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    Wie finde ich den richtigen Broker für mich?Ein Broker ist entweder eine Person oder eine Firma, die im Namen eines Traders Handelsaufträge auf verschiedenen Finanzmärkten ausführt.
    Autor  Michael SelutinInsights
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