Silberpreis-Prognose: XAG/USD steigt – US-Angriff auf Venezuela treibt Safe-Haven-Nachfrage
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Der Silberpreis zieht am Montag in der Asien-Sitzung auf rund 75,40 US-Dollar an, gestützt durch eine Flucht in sichere Häfen nach dem US-Angriff auf Venezuela. Zusätzlichen Rückenwind liefern Erwartungen weiterer US-Zinssenkungen, die die Opportunitätskosten für unverzinsliche Edelmetalle senken. Im Tagesverlauf richten sich die Blicke auf den US-ISM Manufacturing PMI (Montag) und anschließend auf die Nonfarm Payrolls (Freitag).
Silber springt in Asien – Märkte reagieren auf Venezuela-Eskalation
Silber (XAG/USD) steigt während der asiatischen Handelsstunden am Montag auf nahe 75,40 US-Dollar. Auslöser ist die gestiegene Nachfrage nach sicheren Häfen, nachdem die USA Venezuela angegriffen haben. Händler beobachten die Entwicklung rund um die Festsetzung des venezolanischen Staatschefs genau, zumal Maduro und seine Ehefrau später am Montag vor einem Bundesgericht erscheinen sollen.
Nach den Angaben im Marktumfeld führte die US-Seite am Wochenende einen groß angelegten militärischen Schlag gegen Venezuela aus. US-Präsident Donald Trump erklärte, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und dessen Ehefrau seien gefasst und außer Landes gebracht worden.
Laut The Guardian sagte Trump zudem früh am Montag, Washington könne eine weitere militärische Intervention erwägen, falls Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez den US-Forderungen nicht entgegenkomme. Das erhöht die geopolitische Risikoprämie in der Region – und genau davon leben Safe-Haven-Ströme (Silber sagt danke, Risikoassets eher nicht).
Zinssenkungsfantasie bleibt ein zweiter Treiber
Neben der geopolitischen Komponente wirkt auch die Zinsseite unterstützend: Der Markt preist aktuell zwei Fed-Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr ein. Sinkende Zinsen reduzieren typischerweise die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Edelmetalle – was Silber zusätzlich stabilisieren kann.
Nächste Impulse: ISM am Montag, Arbeitsmarkt am Freitag
Kurzfristig hängt viel an den US-Daten: Später am Montag wird der ISM Manufacturing PMI für Dezember veröffentlicht. Fällt der Bericht stärker aus als erwartet, könnte das den US-Dollar (USD) stützen und damit auf Dollar-notierte Rohstoffe wie Silber zunächst bremsend wirken. Am Freitag rücken dann die US-Nonfarm Payrolls in den Mittelpunkt.
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