Bitcoin-Prognose: BTC stabilisiert sich nach massiver Korrektur um 87.700 US-Dollar

Autor: Mitrade Team
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  • Nach einem Absturz von über 36 % vom Allzeithoch kämpft Bitcoin um eine Bodenbildung im Bereich von 87.700 US-Dollar.

  • Volatile Mittelflüsse in US-Spot-ETFs signalisieren anhaltende Unsicherheit und taktisches Taktieren institutioneller Investoren.

  • Analysten erwarten eine ruhige Handelswoche: Feiertagsbedingte Börsenschließungen in den USA (Thanksgiving) dürften vorerst für eine Seitwärtsbewegung sorgen.

Bitcoin zwischen Stabilisierung und institutioneller Skepsis

Zur Wochenmitte notiert Bitcoin (BTC) bei rund 87.700 US-Dollar und damit weit entfernt von seinem Rekordhoch bei 126.199 US-Dollar, das Anfang Oktober markiert wurde. Seit diesem Peak hat die marktführende Kryptowährung eine Korrektur von über 36 % verkraften müssen. Das aktuelle Marktgeschehen ist von einer engen Handelsspanne geprägt, was die Unentschlossenheit der Marktteilnehmer widerspiegelt.

Ein Blick auf die US-Spot-Bitcoin-ETFs offenbart ein diffuses Bild: SoSoValue-Daten zeigen für die laufende Woche ein volatiles Wechselspiel der Kapitalströme. Einem Netto-Zufluss von 151,08 Millionen US-Dollar am Montag folgten am Dienstag weitere 128,64 Millionen US-Dollar. Diese schwankenden Bewegungen deuten darauf hin, dass institutionelle Akteure derzeit eher taktisch manövrieren, anstatt strategisch aggressive Positionen aufzubauen.

Rückenwind kommt indes von Unternehmensseite: Über seinen offiziellen X-Account stellte „Strategy“ am Mittwoch klar, dass die Bilanzstruktur äußerst robust sei. Selbst ein Rücksetzer des Bitcoin-Preises auf die durchschnittliche Kostenbasis von 74.000 US-Dollar würde ausreichen, um die wandelbaren Verbindlichkeiten 5,9-fach zu decken – eine Kennzahl, die das Unternehmen als „BTC Rating“ führt. Theoretisch wäre sogar bei einem Kurssturz auf 25.000 US-Dollar noch eine zweifache Schuldendeckung gewährleistet. Dies signalisiert dem Markt, dass das Unternehmen auch im Worst-Case-Szenario nicht in Liquiditätsnöte geraten würde.

Bitcoin konsolidiert nach tiefem Rücksetzer

Nach vier Verlustwochen in Folge zeigte Bitcoin zu Wochenbeginn erste Tendenzen einer Stabilisierung. Damit befindet sich BTC nach dem schärfsten Rückgang im Zyklus 2022–2024 nun in einer klassischen Konsolidierungsphase. Vom Allzeithoch am 6. Oktober (126.199 US-Dollar) bis zum jüngsten Tiefpunkt hat der Markt 36,24 % an Wert eingebüßt.

Ein aktueller Report von K33 Research sieht für die laufende Woche jedoch Chancen auf eine Marktberuhigung. Der Grund ist saisonaler Natur: Aufgrund des Thanksgiving-Feiertags bleiben die US-Märkte am Donnerstag geschlossen und öffnen am Freitag nur verkürzt. Erfahrungsgemäß führt das ausgedünnte Liquiditäts- und Nachrichtenumfeld eher zu Seitwärtsbewegungen als zu neuen Trendimpulsen.

Bedenklich stimmt laut Bericht jedoch die relative Schwäche: In 21 der letzten 30 Handelstage – also zu 70 % der Zeit – performte Bitcoin schlechter als der Nasdaq-100 (gemessen am Invesco QQQ ETF). Erstmals seit Juli 2024 überschreitet diese rollierende Underperformance die 70-Prozent-Marke. Historisch betrachtet ist eine solch ausgeprägte Schwäche gegenüber US-Tech-Aktien selten.

Seit 2020 gab es nur sechs vergleichbare Phasen (u. a. Juli 2020, Dezember 2021, Juni 2022). Die jüngsten Episoden korrelierten stets mit negativen Narrativen:

  • Mt.-Gox-Auszahlungen und Verkäufe deutscher Behörden (Juli 2024),

  • Massive Abflüsse bei Grayscale (Januar 2024),

  • Systemische Ansteckungseffekte (Juni 2022).

„In diesen Phasen gingen die Korrelationen tendenziell zurück“, so die Analysten. Die aktuelle Schwächephase hingegen, die nach dem Deleveraging vom 10. Oktober einsetzte, wird von steigenden Korrelationen begleitet. Das bedeutet: Bitcoin folgt den Aktienmärkten zwar, zeigt aber an schwachen Tagen überproportionale Verluste und an starken Tagen nur unterdurchschnittliche Erholungen. Dieses Muster deutet auf einen hartnäckigen Verkaufsdruck hin, eingebettet in ein generelles „Risk-off“-Umfeld.

Das Verhältnis von Bitcoin zum QQQ-Index ist auf 143 gefallen – der tiefste Stand seit dem 5. November 2024. Damit wurden sämtliche Gewinne bei der relativen Stärke, die nach der US-Wahl aufgebaut wurden, wieder abgegeben. Die Analysten kommen jedoch zu dem Schluss, dass diese Bewertung in einem Missverhältnis zu den Fundamentaldaten steht und BTC auf diesem Niveau für langfristig orientierte Anleger einen attraktiven relativen Kauf darstellt.

Bitcoin-Prognose: Charttechnische Bodenbildung in Sicht?

Aus charttechnischer Sicht konnte Bitcoin am Freitag die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar erfolgreich verteidigen. Die anschließende Erholung führte den Kurs am Montag über die Zone von 88.300 US-Dollar zurück. Am Mittwochvormittag pendelt BTC erneut um 87.700 US-Dollar, was als vorläufige Stabilisierung nach der jüngsten Verkaufswelle gewertet werden kann.

Sollte sich die Erholung fortsetzen, rückt der Widerstandsbereich um 90.000 US-Dollar in den Fokus. Ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Marke könnte kurzfristig Aufwärtspotenzial freisetzen und das bärische Momentum der Vorwochen neutralisieren.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) im Tageschart notiert aktuell bei 32. Nachdem er kurzzeitig in den überverkauften Bereich abgetaucht war, deutet der jetzige Wert auf eine Erschöpfung der Verkäuferseite hin. Unterstützt wird dies durch den MACD (Moving Average Convergence Divergence): Die abnehmenden roten Histogramm-Balken und ein mögliches bullisches Kreuzen der Signallinie signalisieren ein nachlassendes Abwärtsmomentum und die Chance auf eine Trendwende.

Auf der Unterseite bleibt die 80.000-US-Dollar-Marke das zentrale Schlüsselniveau. Ein Bruch dieser Unterstützung würde das Korrekturrisiko reaktivieren, während eine erfolgreiche Verteidigung das Fundament für eine nachhaltige Bodenbildung legen könnte.

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