US: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche auf 208.000

Quelle Fxstreet
  • Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen auf 208.000 gegenüber der Vorwoche.
  • Die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhten sich auf 1,914 Millionen.

Nach einem Bericht des US-Arbeitsministeriums (DOL), der am Donnerstag veröffentlicht wurde, stieg die Zahl der US-Bürger, die neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung einreichten, für die Woche zum 3. Januar auf 208.000. Der letzte Wert lag unter den ursprünglichen Schätzungen (210.000) und war höher als die 200.000 der Vorwoche (revidiert von 199.000).

Zusätzlich verringerte sich der 4-Wochen-Durchschnitt um 7.250 und liegt nun bei 211.750, basierend auf dem revidierten Durchschnitt der Vorwoche.

Der Bericht wies eine saisonbereinigte versicherte Arbeitslosenquote von 1,2% aus, wobei die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe um 56.000 auf 1,914 Millionen für die Woche zum 27. Dezember anstiegen.

Marktreaktion

Der Greenback handelt mit leichten Gewinnen im Anschluss an die wöchentliche Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktes, während der US-Dollar-Index (DXY) nahe der 96,80-Region navigiert, unterstützt durch höhere US-Treasury-Renditen über alle Laufzeiten.


Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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