Bitcoin rutscht kurz unter 90.000 Dollar – ETH, XRP und BNB drehen ebenfalls ins Minus
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Bitcoin hat nach dem Wochenstart bis 94.000 US-Dollar den Rückwärtsgang eingelegt und fiel kurzzeitig bis 89.700, bevor eine schnelle Gegenbewegung den Kurs wieder über 90.300 hob.
Bei den großen Coins dominiert Gewinnmitnahme-Stimmung – je nach Coin lagen die 24-Stunden-Verluste zeitweise bei bis zu 7%.
Im Fokus stehen jetzt Liquidationen und die US-Arbeitsmarktdaten: Der NFP-Report am Freitag könnte entscheiden, ob der Markt nur „durchatmet“ – oder weiter abrutscht.
Bitcoin ist am Donnerstagmorgen kurz unter 90.000 US-Dollar gefallen – ein Dämpfer zum Wochenausklang, nachdem die Leitwährung zuvor bis auf ein 30-Tage-Hoch bei 94.000 US-Dollar geklettert war. Verkäufer drückten den Kurs zwischenzeitlich bis 89.700, ehe eine schnelle Korrektur Bitcoin wieder auf rund 90.300 zurückführte. Parallel rutschte Ethereum bis auf 3.120 US-Dollar ab, was die Stimmung im Gesamtmarkt sichtbar abkühlte.
Laut CoinGecko gab Bitcoin in den vergangenen 24 Stunden 2,7% nach, Ethereum verlor 4,1%. XRP, Binance Coin (BNB), Solana, Dogecoin, Cardano und Hyperliquid lagen ebenfalls im Minus – teils bis zu 4%. Der gesamte Kryptomarkt büßte im selben Zeitraum 2,9% ein.
Gewinnmitnahmen und Long-Liquidationen übernehmen das Kommando
Als Bitcoin im Tagesverlauf erneut über 94.000 hinaus wollte, kippte das Orderbuch: Der Kurs wurde in die 91.000–92.000-Zone zurückgedrückt. Marktbeobachter verweisen auf eine Mischung aus Gewinnmitnahmen und Long-Liquidationen. Allein in den vergangenen vier Stunden summierten sich Long-Liquidationen laut CoinGlass auf 150 Millionen US-Dollar.
Trotz der heutigen Schwäche bleibt der größere Wochenrahmen positiv: Bitcoin steht auf Wochensicht bei +3,2%, Ethereum bei +5,1%. Andere große Tokens – darunter XRP, BNB, Solana, Tron, Dogecoin, Cardano und Hyperliquid – kamen in den sieben Tagen bis Mittwoch sogar auf bis zu 20% Plus. Das Muster passt zu einem Markt, der nach einer starken Strecke „Luft ablässt“, ohne dass das bullische Narrativ automatisch tot ist.
Chartbild: Unterstützungen rücken in den Vordergrund
Auf dem Tageschart hat Bitcoin kurzzeitig oberhalb eines Abwärtstrends (Oktober bis Ende Dezember) „angezählt“, wurde jedoch am Dienstag deutlich abgewiesen. Auf X kursieren nun konkrete Marken, die Trader im Blick haben: Als nächste Unterstützungen werden 87.496 sowie 85.982–86.291 genannt – abgeleitet aus Retracements der korrigierten Oktober-Rallye und den Dezember-Tiefs.
Darunter wird es kritischer: Als „Bullen-Linie“ gilt die Zone 83.712–84.000, abgeleitet aus dem Wochentief-Close 2025 und dem 38,2%-Retracement des 2022er Aufwärtslaufs. Falls Verkäufer diesen Bereich „zumachen“ und brechen, rückt ein Szenario einer erneuten mehrmonatigen Abwärtsphase in den Fokus – mit einem nächsten Zielkorridor bei 78.342–79.127, Niveaus, die zuletzt im April 2025 gesehen wurden.
Zusätzlichen Gesprächsstoff liefert CryptoQuants SOPR-Ratio (Realized Profitability von LTH vs. STH): Die Kennzahl rutschte unter 1, als Bitcoin von 110.000–120.000 (Oktober-Hochzone) auf den aktuellen Bereich um 91.000 fiel. Interpretation: Kurzfristige Halter realisieren Verluste, während Langfristige Halter Teile ihrer November-2024-bis-Q4-2025-Gewinne abgeben.
Ethereum: Institutionelle Abgaben und ein negatives Coinbase-Signal
Bei Ethereum kommt ein zusätzlicher Belastungsfaktor hinzu: Das institutionelle US-Interesse wirkt laut Daten schwächer – am Mittwoch wurden 98,45 (Spot-ETF-Outflow) gemeldet. Zudem ist der Ethereum Coinbase Premium Gap (Coinbase vs. Binance) ins Negative gedreht.
Auffällig: Der 14-Tage-SMA des Premium-Signals fiel auf -2,285 – der niedrigste Stand seit Februar des Vorjahres. Das spricht für stärkeren Verkaufsdruck über US-Börsen und macht es ETH schwerer, den Widerstand bei 3.300 zurückzuerobern. Charttechnisch hängt Ethereum weiterhin an den Nachwirkungen des „doomtober“: Im Oktober lag das Hoch bei 4.700, danach ging es steil zurück in die 3.200-Zone – seit 15. November gelang kein nachhaltiger Sprung zurück über 3.500.
US-Daten als Taktgeber: NFP am Freitag, Risikoappetit wackelt
2026 wird der Kryptomarkt nicht nur von Krypto-internen Faktoren getrieben – geopolitische Spannungen (u. a. zwischen den USA und Venezuela) bleiben ein Dauerrauschen. Kurzfristig könnte aber auch der US-Arbeitsmarkt die Risiko-Laune drehen: Laut ADP legten private Arbeitgeber im Dezember 41.000 Stellen zu – ein moderater Rebound nach dem revidierten November-Minus von 29.000. ADP-Chefökonomin Nela Richardson sagte dazu, selbst in den Sektoren mit Stellenabbau sei der Abbau „nicht so stark wie im Vormonat“ gewesen, weil die Dezember-Zahlen positiver ausfielen als erwartet.
Ökonomen verweisen außerdem darauf, dass Anleger neben Jobs-Daten auch mögliche künftige Supreme-Court-Entscheidungen zu globalen Zöllen als Variable für den Risikoappetit einpreisen. Kurz: Der Markt wirkt nicht „kaputt“, aber er ist gerade extrem daten- und headline-sensibel.
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