Gold gibt leicht nach: Fester US-Dollar bremst vor US-Jobdaten (NFP)
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Gold (XAU/USD) rutscht am Freitag in der asiatischen Sitzung leicht ab, nachdem die Erholung vom Bereich um $4,400 am Vortag nicht ausgebaut werden konnte.
Der US-Dollar hält seine Gewinne der letzten zwei Wochen und erreicht ein knapp einmonatiges Hoch; gleichzeitig dämpfen Erwartungen an eine eher dovishe Fed den Aufwärtsdruck beim Greenback.
Vor den US Nonfarm Payrolls (NFP) könnten geopolitische Risiken weitere Verluste begrenzen; technisch bleibt der übergeordnete Bias oberhalb der 200-Perioden-EMA bei $4,322.58 nach oben gerichtet.
Gold (XAU/USD) findet am Freitag erneut Angebot, nachdem der Preis die „gute“ Gegenbewegung vom Vortag aus dem Umfeld der $4,400-Marke nicht fortsetzen konnte. Belastend wirkt ein US-Dollar, der seine Aufwärtsbewegung der vergangenen zwei Wochen konserviert und in der asiatischen Sitzung ein Hoch seit fast einem Monat markiert.
Gleichzeitig bleibt die Abwärtsseite bei Gold vorerst gedeckelt: Die Erwartung, dass die Fed im weiteren Jahresverlauf eher zu Zinssenkungen tendiert, setzt dem Dollar zusätzliche Dynamik nach oben Grenzen und stützt damit das zinslose Edelmetall.
Makro-Fokus: NFP als Taktgeber für die Fed-Erwartungen
Die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten liefern neue Hinweise auf den Zinskurs der Fed. Genau darüber dürfte der nächste Impuls für USD und damit auch für Gold laufen. Entsprechend wirkt das Setup vor den Daten wie „Positionieren, aber nicht überdrehen“: Viele Marktteilnehmer warten erst auf ein klareres Signal, bevor sie neue Richtungswetten aufbauen.
Ein zusätzlicher Baustein kam am Donnerstag aus Washington: US-Finanzminister Scott Bessent sagte in einem CNBC-Interview, dass niedrigere Zinsen die „eine“ Zutat seien, die für noch stärkeres Wirtschaftswachstum fehle – deshalb solle die Fed nicht zögern.
Parallel dazu preist der Markt die Möglichkeit ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten im März senken und später in diesem Jahr nochmals nachlegen könnte. Das wirkt grundsätzlich unterstützend für Gold, weil das Halten eines nicht verzinsten Assets relativ attraktiver wird.
Markttreiber im Tagesverlauf
Der US-Dollar erreichte am Freitag in Asien das höchste Niveau seit December 10 und drückt damit auf Gold, auch weil vor den NFP umgeschichtet wird.
Der Markt will „mehr Belege“ für den Zinskurs: Ohne frische Hinweise bleibt die Aufmerksamkeit auf die NFP-Daten fixiert.
Erwartung an die Daten: Die US-Wirtschaft soll im Dezember 60K neue Jobs geschaffen haben (nach 64K im Vormonat). Die Arbeitslosenquote wird bei 4.5% erwartet (nach 4.6% im November).
Geopolitik als Sicherheitsnetz
Neben Makro spielt Risiko-Headline-Momentum mit: Erhöhte geopolitische Unsicherheit könnte Gold als „sicheren Hafen“ stützen. Genannt werden dabei unter anderem die US-Inkursion in Venezuela, eine diplomatische Zuspitzung zwischen China und Japan sowie der fortdauernde Russland-Ukraine-Krieg.
In einem Interview mit der New York Times am Mittwoch sagte Präsident Donald Trump, er erwarte, dass die USA Venezuela über Jahre „führen“ und Öl aus den großen Reserven fördern würden.
China verschärfte den Streit mit Japan und beschränkte Exporte von Seltenen Erden sowie Magneten an Japan; der Schritt folgte auf Taiwan-bezogene Äußerungen des japanischen Premierministers.
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, ein Ende des fast vierjährigen Krieges in der Ukraine liege angesichts Russlands Position noch weit entfernt, und bezeichnete den Plan, europäische Truppen in der Ukraine zu stationieren, als gefährlich.
Technische Lage: Aufwärtston bleibt – aber $4,500 ist die Hürde
Technisch hält sich XAU/USD über der steigenden 200-Perioden-EMA, die aktuell bei $4,322.58 liegt. Die positive Steigung der Durchschnittslinie spricht dafür, dass Rücksetzer zunächst „aufgefangen“ werden.
MACD: Die MACD-Linie liegt weiterhin unter der Signallinie und unter der Nulllinie, dreht jedoch nach oben. Das negative Histogramm schrumpft – ein Hinweis auf nachlassenden Abwärtsdruck.
RSI: Mit 56 liegt der RSI über der neutralen 50-Linie. Das passt zu verbessertem Momentum, ohne bereits „überkauft“ zu signalisieren.
Für neue Long-Wetten warten viele Bullen auf eine klare Bestätigung oberhalb von $4,500. Solange der Kurs über $4,322.58 bleibt, ist der Grundton konstruktiv. Ein klarer Bruch darunter würde dagegen Raum für eine tiefere Korrektur öffnen.
Ausblick
Kurzfristig hängt vieles an den NFP: Bestätigen die Daten eine Fed, die früher oder stärker lockern könnte, dürfte das den Dollar bremsen und Gold stützen. Fallen die Daten dagegen so aus, dass Zinssenkungsfantasie zurückgenommen wird, steigt der Druck auf XAU/USD. Da Gold zugleich nahe am Allzeithoch aus December bleibt, wirkt das Chance-Risiko-Profil ohne Bestätigungssignal in beide Richtungen asymmetrisch: Erst ein überzeugender Anschlussverkauf würde den Weg für größere Verluste freimachen.
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