XRP-Beben: Warum Ripple 2026 böse überraschen könnte
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Was ist da bei Ripple los? XRP rutscht bereits den dritten Tag in Folge ab – und plötzlich ist die Euphorie der Jahresanfangsrally wie weggeblasen. Noch am Dienstag jubelten Anleger über Kurse von 2,41 US-Dollar, dem höchsten Stand seit dem 14. November. Doch dann kam die kalte Dusche: massive Gewinnmitnahmen, abrupter Stimmungsumschwung, Verkäufer übernehmen das Kommando.
Seitdem kämpft XRP ums Überleben über der psychologisch extrem wichtigen 2-Dollar-Marke. Genau diese Zone entscheidet jetzt über alles. Denn während Ripple noch versucht, sich zu stabilisieren, bröckelt das Umfeld dramatisch. Bitcoin rutschte zwischenzeitlich sogar unter 90.000 US-Dollar – ein klares Warnsignal für den gesamten Kryptomarkt.
Der Stimmungs-Crash: Von Hoffnung zu Angst in wenigen Stunden
Besonders alarmierend ist der Blick auf die Marktpsychologie. Der Crypto Fear & Greed Index fiel auf 28 Punkte ab. Nur einen Tag zuvor war ein Anstieg über 42 gescheitert. Das bedeutet: Der Markt ist offiziell wieder im Angstmodus. Und genau das ist der Nährboden für weitere Verkäufe.

Für XRP heißt das: Wenn die 2-Dollar-Marke fällt, könnte es schnell ungemütlich werden. Dann rücken alte Unterstützungen wieder ins Rampenlicht – das November-Tief bei 1,77 US-Dollar und sogar das April-Tief nahe 1,61 US-Dollar. Bereiche, die viele Anleger eigentlich längst abgehakt hatten.
ETF-Schock bei XRP: Millionenabflüsse setzen Kurs zusätzlich unter Druck
Doch es bleibt nicht bei schlechter Stimmung. Auch harte Zahlen sprechen eine klare Sprache. XRP-Spot-ETFs verzeichneten am Mittwoch Abflüsse von fast 41 Millionen US-Dollar. Das ist besonders brisant, denn seit dem Start im November galten diese ETFs eigentlich als Erfolgsgeschichte. Insgesamt liegen die kumulierten Zuflüsse zwar noch bei 1,2 Milliarden US-Dollar, die durchschnittlichen Nettovermögen bei 1,53 Milliarden US-Dollar – doch der Trend kippt.

Was das bedeutet, ist klar: Anleger werden vorsichtiger. In Phasen steigender Unsicherheit fehlt dem Markt genau das, was steigende Kurse brauchen – frisches Kapital. Die kommenden Tage dürften zeigen, ob diese Abflüsse nur eine kurze Verschnaufpause sind oder der Beginn einer größeren Korrektur.
Alarm im Derivatemarkt: Vertrauen schwindet rasant
Noch deutlicher wird die Nervosität im Futures-Markt. Das Open Interest bei XRP-Futures fiel innerhalb kürzester Zeit drastisch – von 5,51 Milliarden US-Dollar auf nur noch 4,26 Milliarden US-Dollar. Das ist kein kleines Rauschen, sondern ein klares Signal: Positionen werden geschlossen, Risiko wird reduziert, das Vertrauen schwindet.
Ein sinkendes Open Interest bedeutet fast immer eines: Vor allem Privatanleger ziehen sich zurück. Und wenn diese Käufer fehlen, steigt der Verkaufsdruck oft schneller, als viele erwarten.
Chart-Check: XRP am Scheideweg
Technisch hängt XRP jetzt am seidenen Faden. Zwar notiert der Kurs noch knapp über dem steigenden 50-Tage-EMA bei 2,07 US-Dollar, doch darüber wartet eine massive Widerstandszone. Der 100-Tage-EMA bei 2,22 US-Dollar und der 200-Tage-EMA bei 2,34 US-Dollar blockieren jede Erholung.
Der RSI ist auf 54 gefallen und hat damit klar an Schwung verloren. Auch der MACD zeigt: Die positive Dynamik ebbt ab, das Momentum kippt. Das passt ins Gesamtbild eines Marktes, der gerade auf Korrekturmodus umschaltet.

Was jetzt passieren müsste – und was Anleger fürchten
Für eine echte Entspannung bräuchte XRP einen Tagesschluss über 2,22 US-Dollar. Erst dann wäre eine Bewegung Richtung 2,33 US-Dollar realistisch. Noch wichtiger wäre ein Ausbruch über die fallende Trendlinie bei rund 2,40 US-Dollar. Erst das würde das mittelfristige Chartbild wieder klar auf bullish drehen.
Doch die Risiken liegen klar auf der Unterseite. Fällt XRP unter den 50-Tage-EMA, dürfte der Verkaufsdruck deutlich zunehmen. Dann sind Kurse von 1,77 US-Dollar und sogar 1,62 US-Dollar keine Panikfantasie mehr, sondern reale Szenarien.
Fazit: XRP steht vor der Entscheidung – jetzt wird es ernst
XRP steckt in einer heiklen Phase. Die Stimmung kippt, ETF-Gelder fließen ab, das Vertrauen im Derivatemarkt schwindet und die Charttechnik wird zunehmend fragil. Die 2-Dollar-Marke ist jetzt die letzte Bastion der Bullen. Hält sie, könnte sich der Markt beruhigen. Bricht sie, droht eine neue Verkaufswelle.
Für Anleger heißt das: Wegschauen ist jetzt keine Option. Die nächsten Tage könnten darüber entscheiden, ob XRP nur Luft holt – oder deutlich tiefer fällt.
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