Gold (XAU/USD) steht zum zweiten Mal in Folge unter Verkaufsdruck und rutscht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag näher an das Übernacht-Tief. Der Rückgang fehlt an einem fundamentalen Katalysator und dürfte angesichts eines unterstützenden fundamentalen Hintergrunds begrenzt bleiben. Die widerstandsfähige globale Risikostimmung zeigt erste Anzeichen von Schwäche aufgrund steigender geopolitischer Spannungen, die wiederum als Rückenwind für den sicheren Rohstoff wirken könnten. Darüber hinaus könnten dovishe Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) dazu beitragen, weitere Verluste für das renditeschwache gelbe Metall zu begrenzen.
In der Zwischenzeit haben die gemischten makroökonomischen Daten aus den USA am Mittwoch wenig dazu beigetragen, die Marktwetten auf zwei weitere Zinssenkungen der US-Zentralbank in diesem Jahr zu dämpfen. Der Ausblick hilft dem US-Dollar (USD) nicht, von den Gewinnen der letzten zwei Tage zu profitieren, was wiederum den Goldpreis unterstützen sollte. Darüber hinaus könnten Händler darauf warten, dass der US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht am Freitag veröffentlicht wird, um weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed zu erhalten, bevor sie sich für den nächsten Schritt einer Richtungsänderung positionieren. Dies erfordert eine gewisse Vorsicht, bevor aggressive bärische Wetten auf das XAU/USD-Paar platziert werden.
Aus technischer Sicht könnte die Unterstützung bei 4.425 USD – bestehend aus dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level der jüngsten Aufwärtsbewegung – dem Goldpreis Unterstützung bieten. Ein überzeugender Durchbruch darunter könnte technische Verkäufe auslösen und das XAU/USD-Paar auf die Marke von 4.400 USD ziehen. In der Zwischenzeit liegt die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie unter der Signallinie und unter null, während das Histogramm negativ expandiert, was auf ein sich verstärkendes bärisches Momentum hinweist.
Darüber hinaus liegt der Relative Strength Index (RSI) bei 40, was neutral bis bärisch ist und sinkt, was die begrenzte Aufwärtsbewegung unterstreicht. Sofortige Erholungsversuche würden auf das 23,6%-Fibo-Retracement-Level im Bereich von 4.450 USD stoßen. Ein Scheitern, diese Barriere zurückzuerobern, würde die Erholungen begrenzen, während ein nachhaltiger Halt über dem 38,2%-Level den Ton stabilisieren könnte; ein Durchbruch darunter würde die Korrektur trotz des steigenden SMA verlängern.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.