Das USD/CAD-Paar zeigt während der asiatischen Handelszeit am Freitag Stärke nahe seinem Monatshoch von 1,3888. Das Loonie-Paar handelt fest vor der Veröffentlichung der US-Kanada-Beschäftigungsdaten für Dezember.
Der US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht wird voraussichtlich zeigen, dass die Wirtschaft 60.000 neue Arbeitskräfte hinzugefügt hat, was leicht unter den 64.000 im November liegt. Die Arbeitslosenquote wird auf 4,5% geschätzt, nach zuvor 4,6%.
Investoren werden den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten besondere Aufmerksamkeit schenken, da die Beamten der Federal Reserve (Fed) seit Monaten signalisiert haben, dass sie sich mehr um die schwachen Arbeitsmarktbedingungen als um die Inflation, die über dem Ziel von 2% bleibt, sorgen.
Im Jahr 2025 hat die Fed drei Zinssenkungen um 25 Basispunkte (bps) vorgenommen und dabei auf Risiken auf dem Arbeitsmarkt verwiesen.
Vor den US-NFP-Daten schwankt der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, nahe dem Vier-Wochenhoch von etwa 98,85.
Unterdessen wird im kanadischen Arbeitsmarktbericht erwartet, dass die Arbeitgeber im Dezember 5.000 Stellen abgebaut haben, nachdem im November 53.600 neue Arbeitskräfte eingestellt wurden. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich auf 6,6% steigen, nach der vorherigen Veröffentlichung von 6,5%. Anzeichen für eine Abkühlung der Arbeitsmarktbedingungen könnten die Erwartungen an eine geldpolitische Lockerung durch die Bank of Canada (BoC) in naher Zukunft anheizen.
Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.