Das Paar USD/CAD steigt während der frühen europäischen Sitzung am Montag auf etwa 1,3770. Dennoch könnte ein Anstieg der Rohölpreise nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die Vereinigten Staaten (US) den rohstoffgebundenen Loonie gegenüber dem US-Dollar (USD) stärken.
Die Daten des US ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe werden später am Montag im Mittelpunkt stehen. Am Mittwoch wird der kanadische Ivey EMI-Bericht veröffentlicht. Die Zahl wird voraussichtlich leicht auf 48,3 im Dezember von 48,2 im November steigen. Im Falle stärker als erwarteter US-Wirtschaftsdaten könnte dies das Tempo der Zinssenkungen in diesem Jahr potenziell verlangsamen und den US-Dollar unterstützen.
Im Tageschart hat USD/CAD einen negativen Ausblick, da der Preis unter dem sanft fallenden 100-Tage-EMA bei 1,3877 liegt. Die Bollinger-Bänder verengen sich, und der Preis schwebt unter dem oberen Band bei 1,3839, was auf eine reduzierte Volatilität hinweist, während das Aufwärtsmomentum sich stabilisiert. Der RSI liegt unter der Mittellinie bei etwa 46,01 und zeigt ein bärisches Momentum auf kurze Sicht an.
Bei Pullbacks bietet das mittlere Bollinger-Band bei 1,3745 erste Unterstützung, während das untere Band bei 1,3649 die Abwärtsbewegung stützt. Die Trendbedingungen würden sich verbessern, wenn der Preis nachhaltig über den 100-Tage-EMA zurückkehrt, während ein Versagen, die Mittellinie zu halten, das untere Band in den Fokus rücken würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.