Saylor weist Bitcoin-Verkaufsgerüchte zurück – große On-Chain-Transfers schüren Unruhe

Autor: Mitrade Team
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  • Strategy-CEO Michael Saylor dementiert, dass das Unternehmen rund 43.415 BTC im Wert von 4,26 Milliarden US-Dollar verkauft habe, obwohl Arkham-Daten zunächst massive Bewegungen über mehr als 100 Adressen nahelegten.

  • Arkham Intelligence stellte klar, dass die Transfers mit einem Verwahrerwechsel und einer Wallet-Rotation zusammenhängen – Strategies offizielles Dashboard weist die Bestände weiter bei rund 641.692 BTC aus.

  • Trotz eines Bitcoin-Rutsches unter 95.000 US-Dollar und eines Kursverlusts der Strategy-Aktie MSTR von 4,2 % hält Saylor am Bitcoin-Treasury-Modell fest und kündigt weitere Käufe an.

Strategy-CEO bekräftigt Treasury-Kurs trotz Marktstress

Was auf dem Arkham-Dashboard zunächst wie ein Großverkauf aussah, entpuppte sich am Wochenende als klassischer Nährboden für FUD. Am Freitag wies Strategy-CEO Michael Saylor Spekulationen zurück, sein Unternehmen habe rund 43.415 BTC im Wert von 4,26 Milliarden US-Dollar an mehr als 100 Adressen verkauft – und das ausgerechnet während eines scharfen Rückgangs am Kryptomarkt.

Auslöser der Gerüchte waren On-Chain-Daten von Arkham Intelligence, die umfangreiche Transfers und einen scheinbaren Rückgang der erfassten Bestände zeigten. In einem ohnehin nervösen Marktumfeld reichte das, um Anleger aufzuschrecken – zumal Bitcoin zeitweise unter 95.000 US-Dollar fiel. Arkham ruderte später zurück und stellte klar, dass die Bewegungen deutlich eher auf einen Wechsel des Verwahrers und eine laufende Wallet-Rotation hindeuten als auf echte Verkäufe.

„In den vergangenen zwei Wochen hat die Arkham-Plattform gezeigt, dass Strategy eine Reihe von Transfers von Coinbase Custody zu einem neuen Verwahrer vorgenommen hat. Es ist wahrscheinlich, dass die heutigen Transfers eine Fortsetzung dieser Rotation sind“, hieß es in einer Stellungnahme. Solche Verschiebungen könnten direkte Transfers zum neuen Custodian, interne Umbuchungen oder Aktualisierungen bei Coinbase widerspiegeln – jedenfalls keine bestätigten Verkäufe.

Große Bewegungen, großes Kopfkino – aber keine Verkäufe

Dass On-Chain-Großtransfers regelmäßig für Schlagzeilen sorgen, ist nichts Neues: In Phasen gedrückter Stimmung reicht eine Reihe großer Transaktionen, um die Fantasie von „Whale-Dumps“ und Exit-Szenarien anzuheizen – selbst wenn es sich nur um operative Umschichtungen handelt. Gerade weil Strategies Bestände als Referenz für das Bitcoin-Treasury-Modell vieler Unternehmen gelten, werden entsprechende Adressen von Marktbeobachtern besonders engmaschig verfolgt.

Das offizielle Strategy-Dashboard zeichnete derweil ein deutlich ruhigeres Bild: Laut BitcoinTreasuries blieben die Bestände stabil bei rund 641.692 BTC. Am grundsätzlichen Kurs hat sich nichts geändert – seit 2020 nutzt das Unternehmen Bitcoin als zentralen Treasury-Reservewert und kauft in Schwächephasen systematisch zu.

Saylor bleibt aggressiv bullish – „Wir kaufen ziemlich viel“

Saylor selbst nutzte X (vormals Twitter) und TV-Auftritte, um die Gerüchte direkt zu adressieren. An den Verkaufsbehauptungen sei „nichts dran“, betonte er und kündigte im CNBC-Interview an, Strategy beschleunige seine Käufe und werde am Montag weitere Zukäufe melden: „Wir kaufen ziemlich viel“, sagte er und bezeichnete die aktuellen Preisniveaus als solide Basis.

Der CEO blieb auch beim Blick nach vorn gewohnt offensiv: Das aktuelle Kursniveau sei eine robuste Grundlage, er erwarte eine kräftige Aufwärtsbewegung und geht davon aus, dass Bitcoin traditionelle Anlageklassen wie Gold und den S&P 500 bis Ende 2025 hinter sich lässt. Währenddessen verlor die A-Aktie von Strategy, MSTR, am Freitag 4,2 %, nachdem Bitcoin kurzzeitig unter 95.000 US-Dollar gefallen war und sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder auf 96.500 US-Dollar erholte.

Unterm Strich zeigt die Episode, wie sensibel der Markt auf On-Chain-Signale reagiert – und wie eng Strategies Balance-Sheet-Politik inzwischen mit dem Vertrauen vieler Bitcoin-Anleger verknüpft ist. Solange sich die offiziellen Bestände nicht bewegen und Saylor öffentlich weiter den „Buy-the-Dip“-Kurs predigt, bleibt das Narrativ eines langfristig ausgerichteten Bitcoin-Treasury jedoch intakt.

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