Der Filialleiter der Bank of Japan (BoJ) in Nagoya sagte während der europäischen Handelszeit am Donnerstag, dass die Auswirkungen der Handelsstrategie der Vereinigten Staaten (US) auf Japan begrenzt sein werden.
Die Handelsstrategie der US hat negative Auswirkungen, verursacht jedoch keinen schweren Schlag für die Wirtschaft der Region.
Die Beziehungen zwischen Japan und China haben keinen großen negativen Einfluss auf die Wirtschaft der Region, aber Unternehmen sehen die Aussichten als unsicher an; die Auswirkungen könnten sich in naher Zukunft zeigen, daher werden die Entwicklungen genau beobachtet.
Es wird erwartet, dass die soliden Lohnerhöhungen in diesem Jahr anhalten und es den Unternehmen ermöglichen, die Kosten weiterzugeben.
Einige Unternehmen in der Region sehen die Exportbeschränkungen Chinas als potenziell nachteilig für ihr Geschäft.
Es ist wichtig, dass der Devisenmarkt stabil bleibt und die Fundamentaldaten widerspiegelt.
Übermäßige Volatilität im Devisenmarkt könnte das Wirtschaftswachstum schädigen und es den Unternehmen erschweren, Geschäftspläne aufzustellen.
Die Bewegungen im Devisenmarkt werden genau beobachtet, da sie erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Preise haben könnten.
Es muss bedacht werden, dass Devisenbewegungen einen größeren Einfluss auf die Inflation haben könnten als zuvor, da Unternehmen zunehmend bereit sind, Löhne und Preise zu erhöhen.
Ein schwacher Yen kommt global tätigen Exporteuren zugute, könnte den Incoming-Tourismus ankurbeln, schadet jedoch Einzelhändlern, die von der inländischen Nachfrage abhängig sind, aufgrund steigender Importkosten.
Die Auswirkungen der Kommentare der BoJ Nagoya auf den japanischen Yen (JPY) scheinen unbedeutend zu sein. Das Währungspaar USD/JPY notiert bei Redaktionsschluss um 0,12% niedriger bei rund 156,50.
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.