Die indische Rupie (INR) fällt in der Eröffnungssitzung am Freitag gegenüber dem US-Dollar (USD). Das USD/INR-Paar steigt auf etwa 90,25, während der US-Dollar (USD) fest handelt, bevor die US Nonfarm Payrolls (NFP) Daten für Dezember um 13:30 GMT veröffentlicht werden.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, fest in der Nähe seines vierwöchigen Höchststands von etwa 98,90.
Die Auswirkungen der US-NFP-Daten für Dezember werden die Markterwartungen hinsichtlich der geldpolitischen Perspektive der Federal Reserve (Fed) erheblich beeinflussen, da die offiziellen Beschäftigungsdaten der Vormonate durch die Schließung der Bundesregierung verzerrt waren.
Der Beschäftigungsbericht wird voraussichtlich zeigen, dass die Wirtschaft 60.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, was leicht unter den 64.000 im November liegt. Die Arbeitslosenquote wird auf 4,5% geschätzt, nach zuvor 4,6%.
Laut der neuesten Umfrage der New Yorker Fed zu den Verbrauchererwartungen im Dezember gaben die Befragten an, dass die Aussicht, einen Job zu finden, wenn man arbeitslos ist, die schlechteste seit Beginn des Berichts im Jahr 2013 sei, berichtete Reuters.
Im NFP-Bericht werden die Anleger auch auf die Daten zu den durchschnittlichen Stundenlöhnen achten, einem wichtigen Maß für das Lohnwachstum, um neue Hinweise auf die Inflationsperspektive zu erhalten. Es wird erwartet, dass das Lohnwachstum im Jahresvergleich um 3,6% gestiegen ist, schneller als die 3,5% im November. Monatlich werden die durchschnittlichen Stundenlöhne voraussichtlich um 0,3% gestiegen sein, gegenüber zuvor 0,1%.

USD/INR handelt höher bei etwa 90,30 zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts. Der 20-Tage exponentiell gleitende Durchschnitt (EMA) bei 90,2157 steigt leicht an, wobei der Spot darüber bleibt, um eine milde bullishen Bias zu bewahren. Die kurzfristige Steigung hat sich nach einer kurzen Pause gefestigt, was den kurzfristigen Aufwärtstrend unterstützt.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 53 (neutral) hat sich von vorherigen Werten nach oben bewegt, was mit einer moderaten Verbesserung des Momentums übereinstimmt.
Ein täglicher Schlusskurs über dem 20-Tage EMA würde das Momentum verbessern und könnte eine Oberseite in Richtung des Allzeithochs von 91,55 wiedereröffnen. Ein Scheitern, diesen Maßstab zu überschreiten, hält einen Abwärtstrend im Spiel, der zu einer tieferen Korrektur in Richtung des Tiefs vom 19. Dezember von 89,50 führen könnte.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.