Der neueste Bericht der Bank of Japan (BoJ) für Januar zeigte, dass die Zentralbank keine Änderungen an ihren wirtschaftlichen Einschätzungen der neun abgedeckten japanischen Regionen vorgenommen hat. Die meisten Regionen gaben an, dass sich die regionalen Volkswirtschaften "mäßig erholen" oder "mäßig anziehen."
Viele Regionen berichteten, dass viele Unternehmen im Haushaltsjahr 2026 eine Lohnerhöhung in ähnlicher Größenordnung wie für 2025 anbieten müssten.
Einige Regionen sagten, dass Unternehmen die Notwendigkeit sehen, die Löhne nicht nur für Teilzeit-, sondern auch für Vollzeitbeschäftigte zu erhöhen.
Einige Regionen berichteten, dass kleinere Unternehmen Schwierigkeiten haben, so viel Lohn wie im Haushaltsjahr 2025 anzubieten.
Viele Regionen gaben an, dass Unternehmen weiterhin Input-, Arbeits- und Vertriebskosten über Preiserhöhungen weitergeben.
Einige Regionen berichteten, dass Unternehmen in Erwägung ziehen, die steigenden Kosten aufgrund der jüngsten Yen-Schwäche weiterzugeben.
Einige Regionen sagten, dass Exporte und Produktion von US-Zöllen betroffen sind, während andere sagten, dass die robuste globale Nachfrage, hauptsächlich nach KI-bezogenen Gütern, die Aufträge stützt.
Viele Regionen berichteten, dass die Auswirkungen der Reisebeschränkungen Chinas auf Japan begrenzt sind, obwohl einige sagten, dass Unternehmen besorgt über die sich ausweitenden negativen Auswirkungen sind.
Das USD/JPY-Paar verliert zum Zeitpunkt der Presse um 0,05% und notiert bei 156,70.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.