Das Pfund Sterling (GBP) setzt den Rückgang am dritten aufeinanderfolgenden Tag gegenüber dem US-Dollar (USD) fort und notiert während der europäischen Handelssitzung am Donnerstag nahe 1,3450. Das Währungspaar GBP/USD steht unter Druck, da der US-Dollar fest handelt, nachdem ein unerwartet starkes ISM-Daten für den Dienstleistungssektor in den Vereinigten Staaten (US) für Dezember veröffentlicht wurde.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen verfolgt, nahe dem vierwöchigen Hoch von 98,86, das am Montag erreicht wurde.
Die am Mittwoch veröffentlichten Daten zeigten, dass der ISM-Dienstleistungs-EMI im Dezember auf 54,4 von 52,6 im November gestiegen ist, was den höchsten Stand seit Oktober 2024 markiert. Ökonomen hatten mit einem niedrigeren Wert von 52,3 gerechnet. In der Zwischenzeit kamen auch die Teilkomponenten des Dienstleistungs-EMI, wie der Beschäftigungsindex und der Index für neue Aufträge, stärker als die vorherigen Werte.
Marktexperten glauben, dass der optimistische US-Dienstleistungs-EMI die dovishen Erwartungen der Federal Reserve (Fed) belasten könnte. Analysten von ING erklärten in einer Notiz, dass „der boomende US-Dienstleistungssektor die Geschichte der Zinssenkungen der Fed trübt“.

GBP/USD handelt derzeit bei etwa 1,3455. Der Preis liegt leicht über dem steigenden 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3443, was die kurzfristige Neigung unterstützt. Der 20-Tage-EMA ist in den letzten Sitzungen gestiegen und zeigt eine aufwärts gerichtete Tendenz.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt bei 54,51 (neutral) und zeigt, dass das bullische Momentum nachgelassen hat, aber weiterhin über der Mittellinie bleibt.
Gemessen vom Hoch bei 1,3791 bis zum Tief bei 1,3008 begrenzt das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 1,3491 die unmittelbare Aufwärtsbewegung. Ein Ausbruch über dieses Niveau würde die Erholung in Richtung des 78,6%-Fibonacci-Retracements bei 1,3623 ausweiten. Umgekehrt würde ein Schlusskurs unter dem 20-EMA bei 1,3443 den Aufwärtstrend stoppen und die Tür für eine weitere Korrektur in Richtung des Tiefs vom 17. Dezember und des 38,2%-Fibonacci-Retracements nahe 1,3310 öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.