Der japanische Yen (JPY) driftet am Dienstag während der asiatischen Sitzung gegenüber seinem amerikanischen Pendant nach unten und stoppt die Erholungsbewegung des Vortages von einem fast zweiwöchigen Tief. Trotz des hawkischen Ausblicks der Bank of Japan (BoJ) bleiben die Anleger unsicher über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Dies, zusammen mit fiskalischen Bedenken und einem allgemein positiven Risikoton, untergräbt den sicheren Hafen JPY und hilft dem Währungspaar USD/JPY, sich um die Mitte der 156,00er-Marke stabil zu halten. Eine Kombination von Faktoren erfordert jedoch Vorsicht für die JPY-Bären, bevor sie sich auf tiefere Verluste positionieren.
Die hawkischen Erwartungen der BoJ markieren eine signifikante Divergenz im Vergleich zu Wetten auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed). Letztere könnte den USD unter Kontrolle halten und dazu beitragen, die Verluste für den niedrigverzinslichen JPY zu begrenzen. Hinzu kommt die Spekulation, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, um zu verhindern, dass die heimische Währung zu schnell an Wert verliert, zusammen mit den Aussichten auf eine weitere Straffung der Geldpolitik der BoJ, die als Rückenwind für den JPY wirken. Händler könnten auch entscheiden, auf die Veröffentlichung des US Nonfarm Payrolls (NFP) Berichts am Freitag zu warten, bevor sie neue richtungsweisende Wetten rund um das Währungspaar USD/JPY platzieren.
Der aufsteigende Kanal von 155,46 unterstützt den Aufwärtstrend, wobei die untere Grenze nahe 156,13 Rücksetzer abfedert. Kurzfristige gleitende Durchschnitte haben sich abgeflacht, was auf eine Konsolidierung innerhalb der aufsteigenden Struktur hinweist. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt gerade über der Nulllinie und deutet auf nachlassenden Verkaufsdruck hin. Der RSI zeigt 43 (neutral), was den Aufwärtstrend begrenzt, ohne überverkaufte Bedingungen anzuzeigen. Ein Durchbruch über die Kanalobergrenze bei 157,16 würde das nächste Aufwärtsbein eröffnen, während ein Mangel an Folgekäufen das Währungspaar USD/JPY zurück zur unteren Grenze des Kanals ziehen könnte.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.