Der Australische Dollar gibt am Montag gegenüber dem Japanischen Yen um 0,05% nach, nachdem BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda enthüllt hat, dass die BoJ die Zinsen erhöhen würde, "wenn sich die wirtschaftlichen und inflationsbezogenen Trends mit unseren Prognosen decken." Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird AUD/JPY bei 105,00 gehandelt, nahezu unverändert.
Das technische Bild zeigt, dass der Aufwärtstrend im AUD/JPY intakt bleibt, bestätigt durch einen steigenden Relative Strength Index (RSI), der mit der Preisbewegung konvergiert. Der RSI liegt bei 65,20, wobei die Steigung Anzeichen zeigt, dass die Bullen das Sagen haben, während das Paar noch zögert, den Höchststand des letzten Jahres bei 105,22 zu durchbrechen.
Wenn AUD/JPY letzteres überwindet, würden Käufer die Preise in Richtung des Zyklus-Hochs vom 19. Juli 2024 bei 105,77 treiben. Bei weiterer Stärke wäre der nächste Angebotsbereich das Hoch vom 11. Juli 2024 bei 109,37.
Für eine bärische Fortsetzung wäre die erste Unterstützung für AUD/JPY bei 105,00. Ein Durchbruch dieser Marke würde das Hoch vom 9. Dezember bei 104,40 freilegen, gefolgt von 104,00. Sobald diese Marke durchbrochen ist, liegt darunter die 103,00-Marke, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei 102,40.

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.