Rohstoffexperten sehen Goldpreis bei 3.000 Dollar bis 2025

Autor: Investing.com
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Investing.com - Die Rallye beim edlen Metall ist noch nicht zu Ende. So zumindest lautet eine aktuelle Einschätzung der Rohstoffexperten der Citi Bank. Demnach könnte der Goldpreis in den nächsten zwölf Monaten die Marke von 3.000 Dollar pro Unze erreichen. Begründet wird dieser optimistische Ausblick mit einer starken physischen Nachfrage, umfangreichen Zentralbankkäufen und günstigen makroökonomischen Faktoren.


"Es ist unwahrscheinlich, dass die Goldpreisentwicklung linear verläuft, aber die Durchschnittspreise dürften im zweiten Halbjahr 2024 und im Jahr 2025 nach oben tendieren", heißt es in der Mitteilung der Citi-Analysten. Demnach wird erwartet, dass die Gold-Notierung stabil über 2.000-2.200 Dollar je Unze bleibt und bis Ende 2024 regelmäßig nominale Höchststände testet. Danach könnte im Jahr 2025 ein Anstieg auf 3.000 Dollar folgen.


Derzeit notiert der Gold-Future zur Lieferung im August bei 2.329 Dollar, Spot-Gold wechselt für 2.312 Dollar den Besitzer.


Schlüsselfaktoren für den Preisanstieg


Ein wesentlicher Treiber dieser Prognose sind die asymmetrischen Risiken des Marktes, die sich bereits als widerstandsfähig erwiesen haben. Trotz eines starken Dollars, hoher Zinssätze und robuster Aktienmärkte stiegen die Goldpreise in diesem Jahr bis auf 2.400 Dollar je Feinunze.


"Eine negative Wende in Bezug auf die US-Wachstumsausnahme sollte sich positiv auf Gold auswirken und das Angebot an Durations- und Zufluchtswerten erhöhen, wenn alles andere gleich bleibt", so die Experten weiter. Auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten rechnet die Citi eher mit einem schwächeren Wachstum und niedrigeren Bondrenditen. Die Ungewissheit über die US-Wahlen und ein möglicher 'Red Sweep' könnten die Haushaltsdefizite aufblähen und die Laufzeitprämien in die Höhe treiben, was die Nachfrage nach spekulativem Gold erhöhen würde.


Zinspolitik und öffentliche Nachfrage als Stützen


Die Aussicht auf einen Höchststand der Zinssätze unterstützt diese positive Prognose zusätzlich. Es wird erwartet, dass ein Lockerungszyklus der Federal Reserve in Verbindung mit einer Rallye an den Treasury-Märkten ein wichtiger Aufwärtsfaktor für Gold sein wird. Die Ökonomen der Citi rechnen mit einer Rezession in den USA in der zweiten Hälfte des Jahres 2024, was zu niedrigeren Renditen und höheren Goldpreisen führen könnte.


Auch die Goldnachfrage des öffentlichen Sektors bleibt robust. Insbesondere die Zentralbanken der Schwellenländer haben sich als bedeutende Goldkäufer erwiesen, ein Trend, der sich voraussichtlich fortsetzen wird. Die Citi weist zudem auf die starke Nachfrage aus China hin. "Gesunde chinesische Goldpreisprämien deuten darauf hin, dass die Nachfrage aufgestaut ist und stark bleiben könnte", so die Analysten.


Optimistische Aussichten auch für Silber und Kupfer


Neben Gold sehen die Citi-Analysten auch für andere Edelmetalle eine positive Entwicklung. Der Silberpreis könnte im nächsten Jahr auf bis zu 38 Dollar pro Unze steigen, angetrieben durch eine starke industrielle Nachfrage, insbesondere aus den Sektoren Solar-PV und Elektrofahrzeuge.


Für Kupfer erwarten die Analysten bis zum Jahreswechsel ein neues Allzeithoch von 12.000 Dollar pro Tonne, gestützt durch Chinas Initiativen zur Energiewende und erwartete netzbezogene Impulse.

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