Elon Musk zitiert Milton Friedman – drei Forbes-Milliardäre fordern Trump zum Ende des Handelskriegs auf

Autor: FXStreet
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  • Elon Musk zitiert Milton Friedman – drei Forbes-Milliardäre fordern Trump zum Ende des Handelskriegs auf.


  • Elon Musk verwies auf ein virales Video des Ökonomen Milton Friedman, während führende Wall-Street-Milliardäre US-Präsident Donald Trump öffentlich zur Rücknahme der Strafzölle aufforderten.


  • JP-Morgan-CEO Jamie Dimon warnte, dass die neuen Zölle eine US-Rezession im Jahr 2025 auslösen könnten.


  • Auch der Milliardär und Fondsmanager Bill Ackman bekräftigte seine Forderung nach einer Aussetzung der Maßnahmen.


Tesla-Chef und Leiter der Regierungsbehörde für Effizienz, Elon Musk, positionierte sich offen gegen Trumps Zollpolitik und teilte dazu ein vielbeachtetes Video auf X. Parallel dazu starteten weitere prominente Wall-Street-Akteure Medienkampagnen, um den drohenden Handelskonflikt der USA mit China und anderen Partnern abzuwenden.


Elon Musk zitiert Milton Friedman – Märkte rutschen wegen Zollangst ab


Elon Musk reiht sich in die wachsende Liste amerikanischer Milliardäre ein, die Ex-Präsident Donald Trump dazu auffordern, seine umfassenden neuen Zölle zu überdenken. Am Montag teilte Musk auf X einen Videoclip aus den 1970er-Jahren, in dem der renommierte Ökonom Milton Friedman sich deutlich gegen Protektionismus aussprach. Der Beitrag erhöht den Druck der US-Wirtschaftselite – während die Märkte angesichts zunehmender Handelskriegsängste weiter abrutschen.


Besonders bemerkenswert: Musks enger Vertrauter und Investor Joe Lonsdale meldete sich ebenfalls auf X zu Wort. Er erklärte, dass er „Freunde in der Regierung“ kürzlich davor gewarnt habe, dass die Zölle amerikanischen Unternehmen voraussichtlich mehr schaden würden als chinesischen.


„Ich habe in den letzten Tagen argumentiert, dass Zölle amerikanischen Firmen mehr schaden als chinesischen“, schrieb Lonsdale am Dienstag auf X (ehemals Twitter).


Seine Äußerungen folgten einem Bericht der Washington Post, wonach führende Trump-Berater am Wochenende versucht hätten, im Hintergrund zu intervenieren, um die Lage zu entschärfen. Dennoch bekräftigte Trump in einem Interview am Sonntagabend seine Haltung: Es gebe „keine Chance“ auf ein Einlenken – obwohl nach Musks viralem Beitrag erneut Gerüchte über ein Verhandlungsfenster aufkamen.


Jamie Dimon warnt: Trumps Zölle könnten US-Rezession auslösen



JPMorgan-Chase-CEO Jamie Dimon sprach am Montag eine klare Warnung aus: Trumps aggressiver Zollkurs könnte die Inflation befeuern und die ohnehin fragile US-Wirtschaft weiter belasten.


In seinem jährlichen Aktionärsbrief vom 7. April war Dimon der erste CEO einer großen Wall-Street-Bank, der sich direkt gegen Trumps Ankündigung vom 2. April stellte – eine Entscheidung, die laut Marktanalysten den stärksten Börseneinbruch seit dem Corona-Crash 2020 auslöste.


„Wir werden wahrscheinlich inflationsgetriebene Effekte sehen – nicht nur bei Importgütern, sondern auch bei heimischen Preisen, da sich die Inputkosten erhöhen … Ob das Maßnahmenpaket eine Rezession auslöst, ist offen – es wird das Wachstum aber definitiv bremsen“, schrieb Dimon.


Zum Redaktionszeitpunkt wird Dimons Vermögen laut Forbes auf 2,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Auch wenn er sich regelmäßig zu globalen Risiken äußert, verleiht der Zeitpunkt seines diesjährigen Briefs den wachsenden Sorgen der Finanzelite zusätzliche Glaubwürdigkeit.


Bill Ackman warnt vor einem „ökonomischen nuklearen Winter“


In einem ausführlichen Beitrag auf X am Sonntag zeichnete der Hedgefonds-Manager und Milliardär Bill Ackman (8,8 Milliarden US-Dollar laut Forbes) ein düsteres Bild der US-Wirtschaft. Er warnte, dass Trumps umfassende Zollstrategie das Vertrauen der Investoren zerstören und einen „ökonomischen nuklearen Winter“ auslösen könnte.


Ackman, Gründer von Pershing Square und seit Mitte 2024 prominenter Trump-Unterstützer, räumte zwar ein, dass das globale Handelssystem die USA langfristig benachteiligt habe – kritisierte Trumps aktuelles Vorgehen jedoch als „massiv und unverhältnismäßig“, da es sowohl Verbündete als auch Rivalen treffe.


„Wir sind dabei, das Vertrauen in die USA als Handelspartner, Investitionsstandort und Wirtschaftsmacht zu zerstören“, warnte Ackman.


Seine seltene öffentliche Kritik markiert einen deutlichen Kurswechsel – und verstärkt die Dringlichkeit, die bereits Jamie Dimon betont hatte. Ackman forderte ein 90-tägiges Moratorium, um die Maßnahmen neu zu verhandeln. Ohne diesen Schritt drohten Investitionsstopps, Konsumzurückhaltung und ein langfristiger Reputationsschaden für die US-Wirtschaft.


Fazit: Wall-Street-Milliardäre senden Misstrauensvotum


Von Musks Verweis auf Friedmans marktwirtschaftliches Vermächtnis über Ackmans Krisenszenario bis hin zu Dimons Rezessionswarnung – auch BlackRock-CEO Larry Fink reiht sich ein: Er prognostiziert mögliche Kursverluste von bis zu 30 % an den Märkten.


Zum Redaktionszeitpunkt am Mittwoch beläuft sich der Gesamtverlust an den US-Aktienmärkten infolge der Zolldebatte bereits auf über 10 Billionen US-Dollar – allein in der ersten Woche.


Top 5 US Stock Market Performance, April 9 | Source: CompaniesMarketCap

Top 5 US Stock Market Performance, April 9 | Source: CompaniesMarketCap


Trump bestätigte, dass die Zölle in Höhe von 104 % ab dem 9. April auf sämtliche chinesischen Importe ausgeweitet werden. Unterdessen warnen führende Wirtschaftsvertreter: Auch wenn die Maßnahme als Versuch zur Korrektur globaler Handelsungleichgewichte dargestellt wird, drohen die aggressiven Zölle genau jene wirtschaftliche Instabilität auszulösen, die sie eigentlich verhindern sollen.

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