Ripple (XRP) scheint am Freitag bei 1,38 US-Dollar einen Boden gefunden zu haben, nachdem es nach dem Wochenhoch von 1,47 US-Dollar am Mittwoch zu einer deutlichen Korrektur gekommen war. Der auf Überweisungen spezialisierte Token zeigt leichte Anzeichen einer Erholung und zielt kurzfristig auf einen Ausbruch über die Angebotszone bei 1,40 US-Dollar.
Die institutionelle Nachfrage nach Spot-ETFs auf XRP kam am Donnerstag zum Erliegen, wie Daten von SoSoValue zeigen. Demnach wurden keine Zuflüsse verzeichnet. Zuvor hatte es drei Tage in Folge deutliche Mittelzuflüsse gegeben: 3,87 Millionen US-Dollar am Montag, 11,28 Millionen US-Dollar am Dienstag und 13,03 Millionen US-Dollar am Mittwoch.
Trotz der nachlassenden Nachfrage liegen die kumulierten Zuflüsse im Schnitt bei 1,32 Milliarden US-Dollar, nach 1,29 Milliarden US-Dollar am Montag. Das insgesamt verwaltete Vermögen beläuft sich auf 1,08 Milliarden US-Dollar, leicht über den 1,07 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum.

Die Nachfrage nach XRP-Derivaten kühlte sich am Freitag auf 2,59 Milliarden US-Dollar ab, nach 2,61 Milliarden US-Dollar am Vortag. Obwohl der XRP-Kurs leichte Anzeichen einer Erholung in Richtung 1,40 US-Dollar zeigt, deutet die schwächere Nachfrage von Privatanlegern darauf hin, dass Verkäufer verstärkt Short-Positionen aufbauen und mit einem Durchbruch unter die Unterstützung bei 1,38 US-Dollar rechnen.
Gleichzeitig könnte die hohe Liquidität im Bereich der Angebotszone um 1,40 US-Dollar zu erhöhter Volatilität führen und damit die kurzfristigen Aufwärtsziele der Käufer erschweren.

XRP wird aktuell bei 1,39 US-Dollar gehandelt und bleibt kurzfristig anfällig, da der Kurs unter mehreren wichtigen gleitenden Durchschnitten verharrt. Der exponentielle gleitende 50-Tage-Durchschnitt (EMA) bei 1,41 US-Dollar stellt die erste Hürde dar, während die längerfristigen 100- und 200-Tage-EMAs bei 1,50 beziehungsweise 1,72 US-Dollar den übergeordneten Abwärtstrend untermauern.
Eine fallende Trendlinie, deren Durchbruch bei 1,45 US-Dollar liegt, begrenzt zusätzlich die Aufwärtschancen. Zudem liegt der Relative-Stärke-Index (RSI) im Tageschart bei rund 49, während ein leicht negatives Histogramm des MACD-Indikators auf eine schwache Dynamik und nicht auf einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch nach oben hindeutet.

Auf der Unterseite zeigt sich erste Nachfrage an der SuperTrend-Linie, die derzeit bei etwa 1,32 US-Dollar als Unterstützung dient und als erste Zone gilt, in der Käufer bei Rücksetzern eingreifen könnten.
Auf der Oberseite wäre ein nachhaltiger Schlusskurs über dem 50-Tage-EMA bei 1,41 US-Dollar ein erstes Signal für nachlassenden Verkaufsdruck und würde den Weg in Richtung der fallenden Trendlinie bei rund 1,45 US-Dollar öffnen. Weitere Kursgewinne könnten anschließend den 100-Tage-EMA bei 1,50 US-Dollar in den Fokus rücken, gefolgt vom weiter entfernten 200-Tage-EMA bei 1,72 US-Dollar.