Die Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, sehen den neuseeländischen Dollar (NZD) derzeit als einen der stärksten Gewinner unter den G10-Währungen. Rückenwind erhalte die Devise durch die überraschend straffe Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ). Die Entscheidung sei äußerst knapp ausgefallen und letztlich durch die Stimme des Notenbankchefs entschieden worden. Die Prognosen der Zentralbank beinhalteten inzwischen mindestens zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr, da Sorgen über eine breitere energiebedingte Inflation zunähmen. Gleichzeitig habe das Währungspaar AUD/NZD nach dem Erreichen mehrjähriger Höchststände deutlich gedreht.
„Der risikofreudige, wachstumssensitive und volatile NZD sowie die schwedische Krone zeigen deutliche Stärke, während die übrigen G10-Währungen gegenüber dem US-Dollar überwiegend kaum verändert handeln.“
„Die Gewinne des NZD sind fundamental begründet, da Marktteilnehmer ihre Erwartungen an die RBNZ nach der jüngsten geldpolitischen Entscheidung neu bewerten. Die straffe Zinspause war äußerst knapp und wurde letztlich durch die ausschlaggebende Stimme des Gouverneurs entschieden.“
„In ihrer Prognose berücksichtigt die RBNZ inzwischen mindestens zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte bis Jahresende. Hintergrund sind Sorgen über eine mögliche Ausweitung der energiebedingten Inflation.“
„Das Währungspaar AUD/NZD gibt deutlich nach und fällt im Tagesverlauf um 1,2 Prozent. Damit vollzieht der Kurs nach einer Rally bis auf das höchste Niveau seit 2013 eine klare bearishen Trendwende von einem Mehrjahreshoch.“