WTI hält Verluste nahe 86,50 USD aufgrund vorläufiger US-iranischer Waffenstillstandverlängerung
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WTI fällt, da ein vorläufiger US-iranischer Waffenstillstand die Versorgungsängste minderte und die Aussichten für uneingeschränkten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erhöhte.
ING-Analysten stellten fest, dass die Wiedereröffnung der Straße sofortige Entlastung für den Ölmarkt bietet, eine vollständige Erholung jedoch hochgradig unsicher bleibt.
Die EIA-Rohölbestände sanken letzte Woche um 3,3 Millionen Barrel und verfehlten damit den von Analysten prognostizierten Rückgang um 4,1 Millionen Barrel.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl verliert zum dritten Handelstag in Folge an Boden und notierte am Freitag in den frühen europäischen Handelsstunden bei rund 86,60 USD pro Barrel. Die Rohölpreise sinken aufgrund nachlassender Versorgungsängste infolge von Berichten über eine vorläufige Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran um 60 Tage. Dieser potenzielle geopolitische Durchbruch erhöhte die Aussichten auf uneingeschränkten Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus erheblich.
Berichten zufolge würde die Vereinbarung von Iran verlangen, alle maritimen Minen innerhalb von 30 Tagen aus der strategischen Wasserstraße zu räumen. Die Händler zeigten jedoch eine gewisse Vorsicht, nachdem ein CNN-Bericht darauf hinwies, dass US-Präsident Donald Trump die Bedingungen noch nicht offiziell genehmigt hat. Diese Zurückhaltung wurde vom Vizepräsidenten JD Vance bestätigt, der anmerkte, dass die Parteien zwar nahe an einer Einigung seien, Washington jedoch „noch nicht so weit“ sei, und gleichzeitig die Märkte daran erinnerte, dass die USA weiterhin in der Lage sind, das iranische Nuklearprogramm bei Bedarf erheblich zurückzusetzen.
ING-Analysten, die von Reuters zitiert wurden, erklärten, dass die Wiedereröffnung der Straße zwar eine sofortige Entlastung für den Ölmarkt bieten würde, eine vollständige Erholung jedoch hochgradig unsicher bleibe. Die Bank stellte fest, dass die Ölförderung im Upstream-Bereich seit Ausbruch des Krieges erheblich zurückgegangen sei, hauptsächlich weil Produzenten gezwungen waren, die Produktion aufgrund schwerwiegender Lagerengpässe zu drosseln. Aufgrund dieser strukturellen Störungen erwartet ING, dass die endgültige Erholung der Upstream-Produktion ein allmählicher Prozess sein wird und kein sofortiges Aufschwung.
Der jüngste Bericht der EIA über die Veränderung der Rohölbestände zeigte, dass die US-Rohöllagerbestände letzte Woche um 3,3 Millionen Barrel zurückgingen. Obwohl dies die sechste Woche in Folge mit sinkenden Lagerbeständen markiert, war der Rückgang deutlich geringer als die von Reuters befragten Analysten erwarteten 4,1 Millionen Barrel. Dieser schwächer als erwartete Rückgang der Lagerbestände dämpfte letztlich die bullishe Stimmung im Ölsektor weiter.
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