Das Paar NZD/USD zieht im frühen europäischen Handel am Mittwoch einige Verkäufer auf rund 0,5865 an. Händler bevorzugen es, vor der Zinssatzentscheidung der US-Notenbank (Fed) später am Mittwoch an der Seitenlinie zu bleiben, wobei keine Änderung des Zinssatzes erwartet wird. Die Pressekonferenz von Jerome Powell wird genau beobachtet.
Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank die Zinssätze bei ihrer geldpolitischen Sitzung im April später am Mittwoch im Bereich von 3,50 %–3,75 % belässt. Dies wäre die dritte aufeinanderfolgende Zinspause. Diese geldpolitische Sitzung ist wahrscheinlich die letzte von Vorsitzendem Jerome Powell vor der Übergabe an den designierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh.
Die Pressekonferenz von Powell nach der Zinssatzentscheidung könnte einige Hinweise darauf geben, wie die Fed auf die bevorstehenden Risiken reagieren könnte. Sollte die US-Notenbank einen restriktiven Ton in Bezug auf die anhaltend hohe Inflation beibehalten, könnte dies dem Greenback etwas Unterstützung bieten und kurzfristig Gegenwind für das Paar darstellen.
US-Präsident Donald Trump sagte, Iran habe die USA gebeten, die maritime Blockade der Straße von Hormus aufzuheben, während die beiden Seiten über ein Ende des zweimonatigen Krieges verhandeln. Vermittler in Pakistan erwarten, dass Iran in den nächsten Tagen einen überarbeiteten Vorschlag zur Beendigung des Krieges vorlegt, berichtete CNN am Dienstag unter Berufung auf Quellen, die dem Vermittlungsprozess nahe stehen. Jegliche Anzeichen für einen möglichen Friedensvertrag oder eine Entspannung der Spannungen zwischen den USA und Iran könnten die Risikostimmung verbessern. Dies könnte wiederum helfen, die Verluste des Kiwi zu begrenzen.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.