Analysten von Société Générale verweisen darauf, dass die Nordseesorte Brent über 110 US-Dollar je Barrel gestiegen ist. Die Verhandlungen mit dem Iran konzentrierten sich darauf, den Status quo wiederherzustellen und die Straße von Hormus erneut zu öffnen. Der Preisanstieg über diese Marke stütze den US-Dollar und lasse die Anleiherenditen steigen. Weitere Ölpreisgewinne könnten jedoch Gewinnmitnahmen bei risikoreicheren Anlagen auslösen, falls neue Höchststände erreicht und die Dynamik an den Aktienmärkten gebremst werde.
"Brent steigt auf 111 Dollar je Barrel, Präsident Donald Trump dürfte Irans Vorschlag zur Beendigung des Konflikts nach einem Treffen mit Sicherheitsberatern wohl nicht akzeptieren."
"Die laufenden Verhandlungen konzentrieren sich auf einen gestaffelten Prozess: Der erste Teil einer möglichen Vereinbarung würde sich darauf richten, zum Status quo zurückzukehren und die Straße von Hormus ohne Einschränkungen oder Gebühren wieder zu öffnen."
"Die gestrige Kursentwicklung wirkte ungewöhnlich, da der US-Dollar gegenüber den G10-Währungen trotz der Rückkehr von Brent-Öl über 108 Dollar je Barrel nachgab. Über Nacht kehrten jedoch ein gewisses Maß an Logik und Rationalität zurück: Der Anstieg über 110 Dollar je Barrel stützte den Dollar und ließ die Anleiherenditen steigen."
"Gewinnmitnahmen sind unvermeidlich, wenn die Ölpreise neue Höchststände ins Visier nehmen und die Dynamik an den Aktienmärkten ins Stocken gerät."
"Es wird davon ausgegangen, dass die Ölpreise zum Ende des Prognosezeitraums auf 70 bis 80 Dollar je Barrel zurückgehen."