Der japanische Yen (JPY) handelt vorsichtig gegenüber dem US-Dollar (USD) bei rund 159,65 während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch. Das USD/JPY-Paar wird voraussichtlich an der Seitenlinie bleiben, da die Anleger auf die geldpolitische Bekanntgabe der Federal Reserve (Fed) um 18:00 GMT warten.
Während des europäischen Handels notiert der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, leicht höher bei etwa 98,70.
Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Fed die Zinssätze unverändert in der Spanne von 3,50 %–3,75 % belassen wird. Dies wird das dritte aufeinanderfolgende Treffen sein, bei dem die Fed-Beamten den Status quo bevorzugen.
Die Anleger werden den Kommentaren von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell besondere Aufmerksamkeit schenken, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen der verlängerten Schließung der Straße von Hormus auf Inflation, Wirtschaft und Zinssatzaussichten. Laut dem CME FedWatch Tool wird die Fed die Zinssätze im Laufe des Jahres auf dem aktuellen Niveau halten.
Unterdessen zeigt die Entwicklung des japanischen Yen gegenüber anderen Währungen eine leicht positive Tendenz. Die japanische Währung notiert nach der geldpolitischen Bekanntgabe der Bank of Japan (BoJ) am Dienstag, bei der die Zinssätze wie erwartet unverändert bei 0,75 % belassen wurden, höher. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda hielt jedoch die Tür für eine weitere Straffung der Geldpolitik offen.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.