Der japanische Yen (JPY) wird während der asiatischen Sitzung am Donnerstag in einer engen Handelsspanne gegenüber seinem amerikanischen Pendant gesehen, während gemischte fundamentale Hinweise vorliegen. Die globale Risikostimmung erhält einen starken Auftrieb als Reaktion auf die Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönland und untergräbt die Nachfrage nach traditionellen sicheren Anlagen, einschließlich des JPY. Abgesehen davon hält der jüngste chaotische Ausverkauf auf Japans Anleihemärkten, der durch Bedenken über eine expansive Fiskalpolitik unter Premierministerin Sanae Takaichi ausgelöst wurde, die JPY-Bullen an der Seitenlinie.
Dennoch wirken die Erwartungen, dass die japanischen Behörden eingreifen würden, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu stoppen, weiterhin als Rückenwind für den JPY. Händler scheinen ebenfalls zögerlich zu sein und entscheiden sich, auf weitere Hinweise zum wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) zu warten. Daher wird der Fokus auf dem Ergebnis eines zweitägigen BoJ-Treffens am Freitag und den Kommentaren von Gouverneur Kazuo Ueda während der Pressekonferenz nach der Entscheidung liegen, die eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung des nächsten Schrittes in der Richtung des JPY spielen wird.
Der nächtliche Ausbruch durch die 158,15-Konjunktion – bestehend aus dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level des jüngsten Rückgangs vom höchsten Stand seit Juli 2024 – begünstigt die USD/JPY-Bullen. Die MACD-Linie steht über der Signallinie, wobei beide gerade über der Nulllinie liegen, während ein sich verengendes Histogramm darauf hindeutet, dass das Momentum nach dem jüngsten Anstieg abkühlt. Der Relative Strength Index (RSI) zeigt 58, über seiner Mittellinie, was die milde bullische Dynamik verstärkt.
In der Zwischenzeit begrenzt das 50%-Retracement bei 158,39 die Erholung, und ein entscheidender Durchbruch nach oben würde den nächsten Widerstand bei 61,8% Fibonacci-Retracement um 158,63 freilegen. Sollte es jedoch nicht gelingen, das 50%-Niveau zu überwinden, könnte ein Rückgang in Richtung dynamischer Unterstützung beim 100-Stunden-SMA erfolgen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.