Die indische Rupie (INR) gewinnt am Mittwoch zu Beginn stark gegenüber dem US-Dollar (USD), wobei das Paar USD/INR um fast 0,5 % auf fast 89,80 fällt.
Das Paar wird jedoch voraussichtlich unter Druck bleiben, da erneute Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Indien sowie der anhaltende Verkauf durch ausländische institutionelle Investoren (FIIs) am indischen Aktienmarkt die indische Rupie unter Druck halten werden.
Zu Beginn dieser Woche drohte US-Präsident Donald Trump, die Zölle auf Indien zu erhöhen, weil das Land bei der Ölfrage in Bezug auf Russland nicht unterstützte, was direkt mit dem Kauf von Öl durch Neu-Delhi aus Moskau verbunden ist.
Neu-Delhi ist bereits mit 50 % Zöllen auf seine Exporte nach Washington belegt, darunter eine 25 %ige Strafgebühr für den Kauf von russischem Öl, was zu den höchsten unter allen Handelspartnern der USA gehört.
Obwohl der Einfluss der Handelskonflikte zwischen den USA und Indien laut einem Bericht der Times of India (ToI) lediglich 0,3 % - 0,5 % auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indiens beträgt, ist der Einfluss eher sentimentaler Natur, was sich in den anhaltenden Abflüssen ausländischer Mittel aus dem indischen Aktienmarkt zeigt.
Im Jahr 2025 haben FIIs ihre Beteiligung im indischen Aktienmarkt im Wert von 3.06.418,88 Crore verkauft, nachdem sie in acht von zwölf Monaten Nettoverkäufer waren. Bislang haben ausländische Investoren im Januar Aktien im Wert von 3.122,68 Crore verkauft; das Verkaufstempo scheint sich jedoch in den letzten beiden Handelstagen verlangsamt zu haben. FIIs haben am Montag und Dienstag insgesamt Aktien im Wert von 143,88 Crore verkauft.

USD/INR testet zu Beginn am Mittwoch die Regionen unterhalb der psychologischen Marke von 90,00. Der Ausblick für den Preis ist unsicher geworden, da er Schwierigkeiten hat, die 20-Tage-Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) zu halten, die bei etwa 90,22 handelt.
Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) fällt auf 49,28, nachdem er überkaufte Bedingungen abgebaut hat, was das Momentum an die neutrale Linie platziert und den Druck leicht nach unten neigt.
Mit nachlassendem Momentum müssten Aufwärtsversuche eine RSI-Erholung über 50 benötigen, um das Kaufinteresse wieder zu bekräftigen und einen Test von 91,3115 zu eröffnen. Wenn der RSI weiter in Richtung der mittleren 40er fällt, könnten Verkäufer den Rückgang vorantreiben und das Paar in einer Bandbreite halten, bis sich das Momentum stabilisiert.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.