TradingKey – Im frühen asiatischen Handel am 24. Juli eröffneten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte schwächer und gaben im weiteren Verlauf nach. Beeinflusst durch den deutlichen Rücksetzer der US-Aktienmärkte über Nacht und die steigenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten hat sich die Risikoaversion an den Märkten spürbar verstärkt.
Der südkoreanische KOSPI-Index weitete seine Verluste nach der Eröffnung auf über 3 % aus und notierte bei 6.858,40 Punkten; auch der japanische Nikkei 225 zeigte sich schwach und fiel um 2,82 % auf 64.549,73 Punkte.

Quelle: TradingView
Schwergewichte aus dem Technologiesektor standen allgemein unter Druck. In Südkorea sank Samsung Electronics um 3,06 % auf 262.000 Won (ca. 189,0 US-Dollar); SK Hynix rutschte um 3,91 % ab und notierte bei 1.844.000 Won (ca. 1.330 US-Dollar).
Auf dem japanischen Markt gab die SoftBank Group um 5,85 % auf 5.572 Yen (ca. 34,1 US-Dollar) nach; Kioxia sank um 3,83 % auf 59.510 Yen (ca. 364,8 US-Dollar), wobei sich der gesamte Halbleitersektor schwach präsentierte.
Die scharfe Korrektur an der Wall Street über Nacht belastete die asiatischen Aktienmärkte schwer. Da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter eskalierten, realisierten Anleger Gewinne, was die drei großen US-Aktienindizes im Minus schließen ließ. Der Nasdaq fiel um 2,15 %, und der S&P 500 Index gab um 1,21 % nach, was den stärksten Tagesverlust in diesem Monat markierte.
Auf der Nachrichtenseite erklärte US-Präsident Trump in einem Medieninterview, dass er einen Militärschlag gegen den Iran in einem größeren Ausmaß als zuvor in Betracht ziehe. Unterdessen kündigten die jemenitischen Huthi-Rebellen Angriffe auf Schiffe im Roten Meer an, was die Lage im Nahen Osten weiter verschärfte. Die internationalen Ölpreise zogen daraufhin stark an, wobei die Brent-Rohöl-Futures kurzzeitig die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten.
Geopolitische Risiken haben die globale Flucht in sichere Häfen verstärkt und zudem asiatische Technologieaktien, die zuvor kräftige Gewinne erzielt hatten, unter erheblichen Gewinnmitnahmedruck gesetzt.