Dow-Jones-Futures fallen am Dienstag im europäischen Handel um 0,56% auf rund 52.150. Unterdessen geben S&P-500-Futures um 0,42% nach und notieren bei etwa 7.590, während Nasdaq-100-Futures um 0,37% auf rund 29.050 sinken.
US-Aktienindex-Futures bewegen sich nach unten, da die Märkte in dieser Woche zunehmend eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve erwarten. Die steigenden Energiekosten haben die allgemeinen Inflationssorgen verstärkt und den Druck auf die Zentralbanker erhöht, eine straffere Geldpolitik umzusetzen. Diese Stimmungsänderung spiegelt sich im CME FedWatch Tool wider, das zeigt, dass die Geldmärkte inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von über 92% für eine Zinserhöhung einpreisen, nach rund 59% vor nur einer Woche.
Die Wall Street geriet unter starken Abwärtsdruck, ausgelöst durch einen breit angelegten Ausverkauf bei Halbleiteraktien, der durch wachsende Sicherheits- und Regulierungsbedenken im Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz ausgelöst wurde. Alle wichtigen Indizes schlossen im regulären US-Handel am Montag im negativen Bereich. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 0,56%, während der S&P 500 und der Dow Jones Industrial Average um 0,48% bzw. 0,29% nachgaben.
Strategen bei der Danske Bank weisen darauf hin, dass "Aktien gestern nach einer ausgeprägten Achterbahnfahrt niedriger schlossen," wobei "mehrere wichtige Indizes intraday Bewegungen von rund 1,5% verzeichneten." Sie betonen, dass die starken Schwankungen der Sitzung die erhöhte Volatilität im gesamten Aktienkomplex unterstrichen, da die Märkte bis zum Handelsschluss Schwierigkeiten hatten, eine klare Richtung zu finden.
Der Rückgang bei Technologiewerten kam, nachdem führende Branchenvertreter öffentlich Vorsicht hinsichtlich des Tempos des Fortschritts bei künstlicher Intelligenz geäußert hatten. Anthropic-CEO Dario Amodei sprach sich für ein maßvolleres Entwicklungstempo aus, um die zunehmenden Risiken im Zusammenhang mit immer leistungsfähigeren Modellen zu steuern. Diese vorsichtige Haltung fand breite Unterstützung in der Branche, wobei OpenAI-CEO Sam Altman und xAI-CEO Elon Musk ähnliche Bedenken hinsichtlich der KI-Sicherheit äußerten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.