Der ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen in Deutschland stieg im September leicht auf 34,7 von 34,2 im August, blieb damit jedoch hinter den Markterwartungen von 37 zurück.
Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland sendet ein deutlich positiveres Signal. Der Index zur aktuellen Lage verbesserte sich kräftig auf -47,1 von -61,1 im August und übertraf damit die Erwartungen von -52,2.
Das Bild fällt für die breitere Eurozone weniger günstig aus. Der ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen in der Eurozone sank im September auf 25,8 von 31,4 im Vormonat. Der Rückgang ist eine deutliche Enttäuschung, da die Märkte erwartet hatten, dass der Indikator auf 39,9 steigen würde.
ZEW-Präsident Professor Achim Wambach beschrieb die Wirtschafts stimmung als insgesamt stabil und sagte, Experten seien hinsichtlich einer wirtschaftlichen Erholung weiterhin "vorsichtig optimistisch". Wambach merkt an, dass fiskalische Maßnahmen das Wachstum weiterhin stützen, während die Exportdynamik zusätzlichen Rückenwind liefert.
Der ZEW-Präsident warnt jedoch, dass die Risiken für den Ausblick weiterhin erheblich seien, und verweist auf anhaltend hohe Energiepreise im Zusammenhang mit dem andauernden Krieg im Iran sowie auf zusätzliche Unsicherheit durch hybride Angriffe.
Der Euro (EUR) steht am Dienstag weiterhin unter Abwärtsdruck, wobei EUR/USD zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um die Marke von 1,1535 handelt und im Tagesverlauf 0,12% niedriger liegt.
Die Konjunkturerwartungen werden durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlicht und sie zeigen die Differenz zwischen den institutionellen Anlegerstimmungen welche optimistisch und pessimistisch gestimmt sind. Generell ist eine hohe Lesung für den EUR bullish, während eine niedrige Lesung entsprechend bearish ist.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Di Sept. 15, 2026 09:00
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 34.7
Prognose: 37
Vorher: 34.2