Laut einer Reuters-Umfrage zeigte die Erhebung vom 9. September, dass 86 von 101 Ökonomen erwarten, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze am 16. September um 25 Basispunkte (bps) auf 3,75%-4,00% anheben wird. Dies ist eine dramatische Verschiebung gegenüber 65 von 93 Ökonomen, die in der vorherigen Umfrage mit einer Beibehaltung gerechnet hatten.
Die Umfrage zeigte außerdem, dass 37 von 70 Ökonomen erwarten, dass die Fed den Fed-Funds-Zins bis Ende März 2027 mindestens zweimal anheben wird. In der vorherigen Umfrage hatten nur 21 von 82 Ökonomen dasselbe erwartet.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.