EUR/JPY steigt am Montag leicht an und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 178,40, was einem Plus von 0,12% im Tagesverlauf entspricht. Das Paar bleibt trotz wachsender Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) unterstützt, während der geldpolitische Ausblick der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin ungewiss bleibt.
Auf japanischer Seite richtet sich die Aufmerksamkeit auf die geldpolitische Entscheidung der BoJ, die am Freitag ansteht. Die Märkte preisen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (Bp) in dieser Woche vollständig ein und erwarten zudem eine weitere Anhebung im Dezember.
Die Erwartungen an eine aggressivere geldpolitische Straffung in Japan verstärkten sich nach Äußerungen des BoJ-Vertreters Kazuyuki Masu, der vergangene Woche sagte, dass sich die zugrunde liegende Inflation dem 2%-Ziel der Zentralbank nähert und dass der Leitzins weiterhin unter seinem neutralen Niveau liegt.
Da sich die zugrunde liegende Inflation dem 2%-Ziel annähert, wird erwartet, dass die japanische Zentralbank ihren Leitzins auf ihrer Sitzung im September anheben wird, um Aufwärtsrisiken für die Preise zu begegnen. Ein solcher Schritt würde den Leitzins auf 1,25% bringen, ein Niveau, das zuletzt im April 1995 erreicht wurde.
Anleger werden die Pressekonferenz von BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda genau verfolgen, um Hinweise auf das Tempo künftiger Zinserhöhungen und darauf zu erhalten, wie weit die Zentralbank die Zinsen im aktuellen Straffungszyklus anheben könnte. Eine restriktivere Botschaft könnte den japanischen Yen (JPY) stützen und das Aufwärtspotenzial von EUR/JPY begrenzen.
Auf europäischer Seite hob die EZB vergangene Woche ihre Leitzinsen wie erwartet an, gab jedoch keine nennenswerte Orientierung für den künftigen geldpolitischen Kurs.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte auf ihrer Pressekonferenz, dass sich die Diskussionen auf die auf der Sitzung getroffene Entscheidung konzentriert hätten und der EZB-Rat den künftigen Zinsverlauf nicht erörtert habe. Sie betonte zudem, dass es unmöglich sei, den nächsten Schritt vorherzusagen.
Am Montag sagte Peter Kazimir, Mitglied des EZB-Rats und Gouverneur der Nationalbank der Slowakei (NBS), er sei "zunehmend besorgt über Gas- und Strompreise." Er fügte hinzu, dass die EZB bei ihrer nächsten geldpolitischen Entscheidung alle Optionen prüfen und bei Bedarf handeln werde.
Die mögliche Divergenz zwischen einer BoJ, die ihren Straffungszyklus fortsetzt, und einer EZB, die keine klare Orientierung zu ihren nächsten Schritten gibt, könnte zu einem wichtigen Treiber für EUR/JPY werden. Die Signale, die Kazuo Ueda am Freitag sendet, werden daher entscheidend dafür sein, ob das Paar seine jüngsten Gewinne halten kann.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.52% | 0.35% | 0.62% | 0.20% | 0.63% | 0.78% | 0.32% | |
| EUR | -0.52% | -0.15% | 0.07% | -0.35% | 0.09% | 0.27% | -0.21% | |
| GBP | -0.35% | 0.15% | 0.21% | -0.17% | 0.25% | 0.42% | -0.12% | |
| JPY | -0.62% | -0.07% | -0.21% | -0.42% | 0.02% | 0.16% | -0.34% | |
| CAD | -0.20% | 0.35% | 0.17% | 0.42% | 0.41% | 0.56% | 0.05% | |
| AUD | -0.63% | -0.09% | -0.25% | -0.02% | -0.41% | 0.17% | -0.38% | |
| NZD | -0.78% | -0.27% | -0.42% | -0.16% | -0.56% | -0.17% | -0.53% | |
| CHF | -0.32% | 0.21% | 0.12% | 0.34% | -0.05% | 0.38% | 0.53% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.