Das Mitglied des EZB-Exekutivrats, Isabel Schnabel, sagte, die jüngsten Entwicklungen bei den Energiepreisen seien „ziemlich besorgniserregend“, da die Entscheidungsträger nach der Bewegung der vergangenen Woche weitere Zinserhöhungen erwägen, berichtete Bloomberg.
Makroökonomische, fiskalische und finanzielle Stabilität in einer von Schocks geprägten Welt.
Es geht nicht nur um Öl, sondern auch um Diesel.
Die Raffineriekapazitäten sind drastisch zurückgegangen und können nicht schnell wieder aufgebaut werden.
Der Euro (EUR) reagierte nicht auf die Äußerungen von EZB-Mitglied Schnabel und steht gegenüber dem US-Dollar (USD) weiterhin unter Druck. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt EUR/USD um 0,5 % im Minus bei nahe 1,1540.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.