DAX Futures mit 250-Punkte-Risiko – diese Spanne ist jetzt normal

Quelle Fxstreet

Die DAX Futures starten angeschlagen in die neue Woche. Am 14. September um 1:47 Uhr EDT notiert der Future bei 25.663 Punkten und damit 0,36 % im Minus. Auf den ersten Blick ist das kein dramatischer Rückgang. Der Chart zeigt aber ziemlich klar, wo derzeit das Problem liegt: Kurzfristig haben die Verkäufer die Oberhand gewonnen.

Der DAX Future handelt unter seinem 20-Tage- und seinem 50-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig hält die langfristige Unterstützung weiterhin. Genau deshalb ist die Lage momentan so spannend. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist noch nicht gebrochen, kurzfristig fehlt dem Markt aber deutlich die Kraft.

Für Anleger kristallisieren sich damit zwei Marken heraus: Oberhalb von 26.022 Punkten würde sich das Bild wieder aufhellen. Unterhalb von 25.317 Punkten könnte dagegen die nächste größere Abwärtsbewegung beginnen.

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DAX Futures verlieren kurzfristig an Schwung

Die jüngste vollständig abgeschlossene technische Auswertung stammt vom 13. September 2026.

Der 20-Tage-Durchschnitt liegt bei 26.021,9 Punkten, der 50-Tage-Durchschnitt bei 25.816,6 Punkten. Beide Linien verlaufen damit oberhalb des aktuellen Kursniveaus.

Das bedeutet: Selbst bei einer Erholung wartet relativ schnell der nächste Widerstand.

Gerade der Bereich um 26.000 Punkte dürfte deshalb zum Gradmesser für die kommenden Handelstage werden. Solange die DAX Futures unter dieser Zone bleiben, fehlt ein wichtiges Signal dafür, dass die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen.

Langfristig sieht es bislang besser aus.

Der 200-Tage-Durchschnitt verläuft bei 24.842,8 Punkten. Der Future hält sich damit weiterhin klar über dieser langfristig wichtigen Trendlinie.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Wir sehen bislang keinen bestätigten Bruch des langfristigen Aufwärtstrends, sondern zunächst eine Schwächephase innerhalb einer noch intakten größeren Struktur.

Allerdings sollte man diese Schwäche nicht unterschätzen.

Der MACD liegt mit seiner Linie bei -102,48 Punkten, während die Signallinie bei -13,88 Punkten steht. Das negative Momentum dominiert also weiterhin.

Auch der RSI liefert momentan keine Entwarnung. Mit 42,91 Punkten ist er zwar noch nicht im überverkauften Bereich angekommen, zeigt aber ebenfalls nachlassenden Schwung.

Das heißt im Klartext: Die DAX Futures sind bereits schwach, aber technisch noch nicht so stark gefallen, dass allein daraus eine Gegenbewegung wahrscheinlich wird.

250 Punkte Bewegung sind derzeit völlig normal

Ein Blick auf den Average True Range zeigt, wie hoch die Schwankungen aktuell ausfallen.

Der ATR liegt bei 256,21 Punkten.

Damit gehören tägliche Bewegungen von ungefähr 250 Punkten momentan zur normalen Handelsspanne. Das ist für die Einordnung wichtig. Ein Intraday-Rückgang von 100 oder 150 Punkten sieht zwar auf dem Chart schnell dramatisch aus, ist in diesem Umfeld aber noch kein außergewöhnlicher Kursausschlag.

Hinzu kommt, dass die Tageskerze vom 14. September zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Bis 1:47 Uhr EDT bewegten sich die DAX Futures zwischen 25.589,3 und 25.728,0 Punkten.

Das begrenzt die Aussagekraft des aktuellen Signals. Gerade bei einer relativ hohen Schwankungsbreite kann sich das technische Bild bis zum Tagesschluss noch deutlich verändern.

Deshalb sind momentan weniger einzelne Intraday-Bewegungen interessant als die Frage, wo der DAX Future am Ende der Sitzung schließt.

Diese zwei Marken entscheiden jetzt über den weiteren Weg

Auf der Oberseite liegt die wichtigste Zone zwischen 26.000 und 26.022 Punkten.

Dort treffen eine psychologisch wichtige runde Marke und der 20-Tage-Durchschnitt aufeinander.

Ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb von 26.022 Punkten würde das aktuell angeschlagene Chartbild deutlich verbessern. Der kurzfristige Verkaufsdruck wäre damit zumindest teilweise gebrochen.

Anschließend wartet bei 26.400 Punkten die nächste Hürde.

Darüber rückt 26.665 Punkte in den Fokus. Dort liegt das jüngste Bewegungshoch und gleichzeitig die obere Begrenzung eines Bereichs, in dem zuletzt verstärkt Verkaufsdruck aufkam.

Auf der Unterseite sieht es ähnlich klar aus.

Die erste Unterstützung liegt bei 25.577 Punkten. Dort verläuft das 23,6-%-Fibonacci-Retracement.

Wirklich kritisch wird es aber erst etwas tiefer.

Bei 25.317 Punkten liegt eine wichtige strukturelle Unterstützung. Ein Tagesschluss darunter würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die DAX Futures weiter in Richtung 24.905 Punkte abrutschen.

Warum diese Marke so wichtig ist, lässt sich leicht erklären: Mit einem bestätigten Bruch von 25.317 Punkten würde der Markt zeigen, dass Käufer selbst an einer bislang stabilen Unterstützung nicht mehr ausreichend zugreifen.

Dann wäre der Weg in die nächste größere Unterstützungszone offen.

Bei 24.900 Punkten wird es richtig spannend

Zwischen 24.843 und 24.905 Punkten treffen gleich zwei wichtige technische Marken aufeinander.

Zum einen verläuft dort der 200-Tage-Durchschnitt bei 24.842,8 Punkten. Zum anderen liegt in diesem Bereich das 38,2-%-Fibonacci-Retracement.

Solche Überschneidungen sind technisch besonders interessant, weil mehrere Marktteilnehmer aus unterschiedlichen Gründen auf denselben Kursbereich schauen.

Sollten die DAX Futures tatsächlich bis dorthin fallen, wäre das deshalb weit mehr als nur eine weitere Unterstützung.

Diese Zone wäre ein echter Belastungstest für den langfristigen Aufwärtstrend.

Solange sie hält, wäre eine größere Erholung weiterhin möglich. Ein nachhaltiger Bruch würde das übergeordnete Chartbild dagegen deutlich verschlechtern.

Vier mögliche Szenarien für die DAX Futures

Für kurzfristig aktive Anleger ergeben sich aus der aktuellen Struktur mehrere mögliche Szenarien. Wichtig ist dabei: Es handelt sich um technische Wenn-dann-Szenarien und nicht um konkrete Empfehlungen.

Das offensivere negative Szenario beginnt mit einer Zurückweisung im Bereich von 25.750 Punkten. In diesem Fall läge die technische Absicherung bei 26.135 Punkten, während 24.905 Punkte als Zielbereich infrage kämen. Daraus ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2,19 zu 1. Die Aussagekraft ist mittel, da insbesondere der schwache MACD dieses Szenario unterstützt.

Etwas klarer wäre das Bild nach einem Tagesschluss unter 25.300 Punkten.

Damit wäre der wichtige Unterstützungsbereich bestätigt gebrochen. Eine mögliche Absicherung läge dann bei 25.800 Punkten, das technische Ziel bei 24.842 Punkten. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt 2,35 zu 1.

Dieses Szenario ist deshalb interessanter, weil es eine Bestätigung verlangt und nicht allein auf einen kurzfristigen Ausschlag nach unten setzt.

Auf der positiven Seite wäre ein erster Erholungsversuch bei einem erneuten Test von 25.400 Punkten denkbar.

Hält die Unterstützung, könnte sich der DAX Future wieder in Richtung 26.000 Punkte bewegen. Unterhalb von 25.100 Punkten wäre dieses Szenario technisch beschädigt. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei 2 zu 1.

Das Problem dabei: Die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte liegen weiterhin über dem Kurs und bremsen jeden Erholungsversuch.

Deutlich interessanter wäre deshalb ein Tagesschluss oberhalb von 26.050 Punkten.

Damit wäre die wichtigste kurzfristige Widerstandszone zurückerobert. Anschließend könnte der Future erneut Kurs auf 26.665 Punkte nehmen.

Bei einer technischen Absicherung bei 25.650 Punkten ergibt sich daraus ein Chance-Risiko-Verhältnis von 4,21 zu 1.

Allerdings ist dieses Szenario derzeit noch das anspruchsvollste. Für einen überzeugenden Ausbruch wäre zusätzlich eine Ausweitung des Handelsvolumens wünschenswert.

Mein Fazit

Bei den DAX Futures entscheidet sich aktuell mehr, als der vergleichsweise kleine Tagesverlust von 0,36 % vermuten lässt.

Kurzfristig ist das Momentum klar schwächer geworden. Der Future handelt unter seinem 20- und 50-Tage-Durchschnitt, der MACD bleibt negativ und auch der RSI signalisiert keine besondere Stärke.

Trotzdem ist der langfristige Aufwärtstrend noch nicht gebrochen.

Genau deshalb würde ich momentan nicht auf jede kleinere Bewegung überreagieren. Viel wichtiger sind die beiden Grenzen der aktuellen Handelsspanne.

Oberhalb von 26.022 Punkten könnten die Käufer wieder deutlich bessere Karten haben. Unterhalb von 25.317 Punkten würde dagegen die Unterstützungsstruktur brechen und die Zone um 24.900 Punkte schnell zum nächsten großen Thema werden.

Bis eine dieser beiden Marken überzeugend fällt, steckt der Markt in einer unangenehmen Zwischenphase.

Und gerade solche Phasen haben ihre Tücken: Fehlausbrüche können Anleger schnell auf die falsche Seite locken.

Für mich ist deshalb der Tagesschluss wichtiger als der kurzfristige Ausschlag während der Sitzung. Erst wenn der DAX Future die Spanne zwischen 25.317 und 26.022 Punkten klar verlässt, dürfte sich das nächste belastbare Richtungssignal ergeben.

Historische Daten sind im Pro+-Tarif für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren verfügbar.

Risikohinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und dem Finanzjournalismus und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Der Handel mit Aktien, Futures und anderen Finanzinstrumenten ist mit Verlustrisiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden.

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