Die Analystin Radhika Rao von DBS Group Research hebt die jüngsten Maßnahmen der Bank Indonesia zur Eindämmung der Devisenvolatilität und zur Stabilisierung der indonesischen Rupiah hervor. Die Notenbank habe die Anforderungen für Dollarkäufe verschärft, setze ihre Anleihekäufe fort und ermögliche ausgewählten Händlern den Zugang zu Offshore-NDF-Märkten. Das Risiko weiterer Devisenbeschränkungen könnte nach Einschätzung sinken, falls ein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran die regionalen Währungen stabilisiert.
„Im Rahmen einer sieben Punkte umfassenden Agenda hat die Bank Indonesia die Obergrenze für Devisenkäufe ohne Nachweis von 50.000 auf 25.000 US-Dollar pro Monat gesenkt, nachdem bereits im Vormonat ein ähnlicher Schritt erfolgt war.“
„Mit der weiteren Absenkung der Schwelle für Devisenkäufe will die Notenbank die Nachfrage nach US-Dollar gezielter steuern und sicherstellen, dass Käufe auf tatsächlichen wirtschaftlichen Bedürfnissen beruhen und nicht spekulativ motiviert sind.“
„Zu den weiteren Maßnahmen gehört die Fortsetzung der Anleihekäufe (seit Jahresbeginn Käufe im Volumen von 123 Billionen Rupiah) in Abstimmung mit dem Finanzministerium.“
„Neben einer starken Marktintervention haben zuletzt auch attraktive Renditen der SRBI-Anleihen ausländische Investoren angezogen.“
„Das Risiko zusätzlicher Devisenbeschränkungen dürfte sinken, wenn ein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran den regionalen Währungen Entlastung verschafft.“