West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, fällt im europäischen Handel am Freitag um 2,5 % auf rund 92,20 USD. Der Ölpreis steht unter Verkaufsdruck, da der monatelange Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und Iran intakt bleibt, nachdem Präsident Donald Trump bestätigt hatte, dass die am Donnerstag in der Nähe der Straße von Hormus ausgetauschten Angriffe nicht dazu gedacht waren, den Krieg neu zu entfachen.
US-Präsident Trump sagte in einem Interview mit ABC News: „Es ist nur ein Liebesklaps“, als er nach dem Angriff gefragt wurde. Trump fügte hinzu, dass der Waffenstillstand nicht aufgehoben sei und in Kraft bleibe. Er bekräftigte jedoch die Drohung, Iran erneut anzugreifen, falls das Land dem Abkommen nicht zustimme.
Unterdessen hat Iran auf das einseitige Memorandum of Understanding (MoU), das von den USA als Friedensvorschlag vorgelegt wurde und Teherans Einschränkung bei der Verfolgung seiner nuklearen Ambitionen beinhaltet, keine Antwort gegeben.
In Zukunft werden sich die Investoren auf die US Nonfarm Payrolls (NFP) Daten für April konzentrieren, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden. Die Investoren werden die US-NFP-Daten genau beobachten, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.

WTI US-Öl handelt niedriger bei rund 92,20 USD und hält eine kurzfristig bärische Tendenz, da es unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,31 USD bleibt. Die Lage des Preises unter diesem kurzfristigen Trendindikator deutet darauf hin, dass Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich auf Verkaufsinteresse stoßen werden, während der Relative Strength Index (RSI) bei 47,54 knapp unter der neutralen 50er-Linie liegt, was auf ein nachlassendes bullishes Momentum und nicht auf eine ausgeprägte Überverkauftheit hinweist.
Auf der Oberseite ist der erste Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 95,31 USD definiert, und ein Tagesschlusskurs über dieser Marke wäre erforderlich, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung in Richtung 100 USD zu ebnen. Auf der Unterseite könnte der Ölpreis in Richtung des Tiefs vom 20. April bei rund 85,00 USD fallen, wenn er das Tief vom 6. Mai bei 86,92 USD nicht halten kann. Ein Abwärtsbruch unter 85,00 USD würde ihn dem Tief vom 17. April bei 78,88 USD aussetzen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.