EUR/CAD hält Gewinne nahe 1,6050, da Euro auf hawkischen EZB-Ton zulegt

Quelle Fxstreet
  • EUR/CAD bleibt stabil, da der Euro trotz schwächerer deutscher Industrieaktivitätsdaten für März standhält.
  • Die deutsche Industrieproduktion fiel im März um 0,7%, verfehlte die Prognosen und setzte den im Februar revidierten Rückgang von 0,5% fort.
  • Der rohstoffgebundene Kanadische Dollar könnte angesichts niedrigerer Ölpreise schwächer werden.

EUR/CAD setzt seine Gewinne am dritten Tag in Folge fort und wird am Freitag während der europäischen Handelszeiten bei rund 1,6040 gehandelt. Das Währungspaar bleibt stärker, da der Euro (EUR) trotz des Rückgangs der deutschen Industrieaktivität im März gegenüber seinen wichtigsten Handelspartnern fest bleibt.

Die am Freitag von Destatis veröffentlichten Daten zeigten, dass die saisonbereinigte deutsche Industrieproduktion im März im Monatsvergleich (MoM) um 0,7% zurückging, womit die Erwartungen eines Anstiegs um 0,5% verfehlt wurden und der im Februar revidierte Rückgang von 0,5% fortgesetzt wurde. Auf Jahresbasis fiel die deutsche Industrieproduktion im März um 2,8% (YoY) nach einem revidierten Rückgang von 0,2% im Februar.

Der Euro (EUR) bleibt gestützt angesichts hawkischer Kommentare von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank bereits im nächsten Monat die Zinsen anheben könnte und warnte, dass Haushalte und Unternehmen zunehmend besorgniserregend auf die stark steigenden globalen Energiepreise reagieren. Unterdessen erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone am Mittwoch, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung aufgrund anhaltender Inflationsdrucke gestiegen sei, obwohl die ausgehandelten Lohnzahlen darauf hindeuten, dass die Lohnforderungen noch nicht beschleunigt haben.

Das Währungspaar EUR/CAD könnte weiter zulegen, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts niedrigerer Ölpreise schwächer werden könnte. Es ist wichtig zu beachten, dass Kanada der größte Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) ist.

Die Preise für West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl ziehen sich nach moderaten Gewinnen in der vorherigen Sitzung zurück und liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei etwa 92,60 USD pro Barrel. Die Rohölpreise fielen, da sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran entspannten und die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen nachließen.

Die Ölpreise waren zuvor gestiegen, nachdem erneute Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran aufgeflammt waren. Das US-Militär teilte mit, dass es am Donnerstag Vergeltungsschläge gegen iranische Ziele durchgeführt habe, wobei der Fokus auf Stätten lag, die angeblich mit Angriffen auf US-Streitkräfte in Verbindung stehen.

Bank of Canada - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Canada steuert die kanadische Geldpolitik und ist für die Festlegung der Zinssätze verantwortlich. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, was durch eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % erreicht werden soll.

In außergewöhnlichen Situationen kann die Bank of Canada auf das Instrument der quantitativen Lockerung (QE) zurückgreifen. Dabei druckt die BoC Kanadische Dollar, um Vermögenswerte – meist Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten zu kaufen. Diese Maßnahme führt in der Regel zu einer Schwächung des CAD und wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Während der Finanzkrise 2009-2011 nutzte die BoC QE, um den eingefrorenen Kreditmarkt zu stabilisieren.

Quantitative Straffung (QT) beschreibt den Prozess, bei dem die Bank of Canada ihre Anleihekäufe reduziert, was tendenziell den kanadischen Dollar stärkt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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