Die Dow Jones-Futures gewinnen 0,18 % hinzu und notieren während der frühen europäischen Handelsstunden am Freitag nahe 49.790, vor der regulären Eröffnung in den Vereinigten Staaten (USA). Unterdessen steigt der S&P 500 um 0,30 % auf knapp 7.390, und die Nasdaq 100-Futures legen um 0,48 % auf über 28.820 zu.
Die US-Aktien-Futures steigen vor dem Hintergrund einer verbesserten Marktsentiment, die durch die Deeskalation der erneuten Spannungen im Nahen Osten angetrieben wird. Das US-Militärhauptquartier Central Command (CENTCOM) erklärte, dass die US-Streitkräfte am Donnerstag sogenannte unprovozierte iranische Angriffe abgefangen und Selbstverteidigungsschläge durchgeführt haben, während US-Navy-Lenkwaffenzerstörer die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquerten. CENTCOM fügte hinzu, dass keine weitere Eskalation angestrebt werde, man jedoch bereit sei, US-Personal und Vermögenswerte zu verteidigen.
US-Präsident Donald Trump erklärte ebenfalls, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran weiterhin in Kraft sei. Ein ranghoher US-Beamter sagte gegenüber Fox News, dass die jüngsten Angriffe nicht als Wiederaufnahme des Krieges oder als Zeichen für den Zusammenbruch der bestehenden Waffenstillstandsvereinbarung betrachtet werden sollten.
Während des regulären US-Handels am Donnerstag fiel der Dow Jones um 0,63 %, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 0,38 % bzw. 0,13 % nachgaben. McDonald’s veröffentlichte solide Ergebnisse für das erste Quartal und übertraf die Erwartungen mit einem Umsatz von 6,52 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie (EPS) von 2,83 US-Dollar. Datadog legte um 30,61 % zu, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal die Gewinne mehr als verdoppelte und den Ausblick für das Gesamtjahr anhob. MercadoLibre verzeichnete ein starkes Umsatzwachstum von 49 % im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich auf 8,85 Milliarden US-Dollar, verfehlte jedoch mit einem bereinigten EPS von 8,23 US-Dollar die Markterwartungen, was den Aktienkurs um 7 % fallen ließ.
Anleger warten zudem auf die Quartalsergebnisse von Unternehmen wie Ubiquiti Networks, Wendy’s und Brookfield Asset Management. Darüber hinaus richten Händler ihr Augenmerk auf den bevorstehenden US-Beschäftigungsbericht für April, der voraussichtlich einen Anstieg der Nonfarm Payrolls um 62.000 Stellen im April zeigen wird, verglichen mit 178.000 im März, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich unverändert bei 4,3 % bleiben wird.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.