Die Protokolle der geldpolitischen Sitzung der südkoreanischen Notenbank (BoK) vom Januar deuten auf eine Verschiebung hin zu einer restriktiveren Haltung hin und signalisieren eine höhere Sensibilität der Märkte für mögliche Zinserhöhungen. Trotz uneinheitlicher Signale, darunter ein schwächerer Dollar gegenüber dem Won sowie steigende Immobilienpreise, liefern die aktuellen Daten keine eindeutige Grundlage für eine Richtungsänderung im Gremium. Kiyong Seong von Société Générale ordnet die sich wandelnde Lage ein.
„Die Protokolle der geldpolitischen Sitzung der BoK vom Januar zeigen, dass sich das Gremium in eine restriktivere Richtung bewegt hat. Dies erklärt die erhöhte Sensibilität der Märkte gegenüber dem Risiko weiterer geldpolitischer Straffungen. Die zentrale Frage ist nun, ob die kommenden Entwicklungen ausreichen werden, um derzeit eher lockere oder neutrale Mitglieder zu einer strengeren Haltung zu bewegen.“
„Derzeit sind die Signale gemischt: Zwar ist der USD/KRW gefallen, doch bleibt die Währung volatil, während die Immobilienpreise weiter steigen. Vor diesem Hintergrund erscheint der aktuelle Datenfluss nicht stark genug, um die bestehende Meinungsverteilung innerhalb des Gremiums spürbar zu verändern.“
„Zwei Marktvariablen stechen als potenzielle Auslöser hervor: eine Erholung des Won — unter Berücksichtigung dessen, dass rund um den Termin der MPC-Sitzung am 15. Januar der USD/KRW …“