Solana-Crash: Kurs fällt unter 100 Dollar – Trotz Transaktions-Rekord flüchten Anleger
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Psychologische Marke gefallen: Solana (SOL) rutscht unter 100 US-Dollar, nachdem der Kurs am Vortag über 6 Prozent verlor.
Paradoxe Lage: Während die täglichen Transaktionen auf ein Allzeithoch von 150 Millionen klettern, ziehen sich institutionelle Investoren zurück.
Chart-Alarm: Technische Indikatoren signalisieren extreme Überverkauftheit, doch Analysten sehen das nächste Kursziel erst bei 85 Dollar.
Für Solana-Anleger wird die Luft immer dünner. Inmitten eines breiten Ausverkaufs am Krypto-Markt mussten die Bullen am Mittwoch eine herbe Niederlage einstecken: Der Kurs der High-Speed-Blockchain rutschte unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar. Dem vorausgegangen war ein Kursrutsch von über 6 Prozent am Dienstag. Besonders alarmierend ist die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Netzwerknutzung und der Preisentwicklung.
Das On-Chain-Paradoxon: Rekordnutzung vs. Kursverfall

Fundamental betrachtet läuft das Netzwerk auf Hochtouren. Daten von Blockworks zeigen, dass Solana am Dienstag einen historischen Rekord von über 150 Millionen Transaktionen verarbeitete. Der Durchsatz lag bei beeindruckenden 1.743 Transaktionen pro Sekunde (TPS).
Doch dieser Nutzung-Boom kommt am Preis nicht an. Der Grund: Das "Smart Money" hält sich zurück. Seit Januar liegen die institutionellen Zuflüsse bei mageren Werten von unter 9 Millionen Dollar pro Tag, unterbrochen von drei Tagen mit Netto-Abflüssen. Auch die aktuellen ETF-Daten von Sosovalue bestätigen das Desinteresse: Die US-basierten Solana-ETFs verzeichneten am Dienstag lediglich Zuflüsse von 1,24 Millionen US-Dollar (nach 5,58 Millionen am Montag) – zu wenig, um den massiven Verkaufsdruck der Retail-Anleger aufzufangen.

Derivate-Markt: Bären dominieren das Feld

Ein Blick auf die Terminmärkte offenbart die tiefe Skepsis der Händler. Das Open Interest (OI) – also das offene Vertragsvolumen – sank laut CoinGlass binnen 24 Stunden um 1,24 Prozent auf 6,37 Milliarden US-Dollar. Ein solcher Rückgang bei fallenden Kursen deutet darauf hin, dass Kapital abgezogen wird und Positionen glattgestellt werden.
Dabei werden vor allem die Optimisten auf dem falschen Fuß erwischt: Die Long-Liquidationen beliefen sich auf 22,31 Millionen US-Dollar und übertrafen die Short-Liquidationen (4,39 Millionen) damit um mehr als das Fünffache. Zudem ist die Finanzierungsrate (Funding Rate) mit -0,0238 Prozent in den negativen Bereich gerutscht. Das bedeutet: Short-Seller sind bereit, eine Prämie zu zahlen, um auf weiter fallende Kurse zu wetten – ein klares Indiz für extrem bärisches Sentiment.

Das große Bild: "Extreme Angst" regiert
Der Absturz bei Solana ist Teil einer breiteren Marktkorrektur. Insgesamt wurden in den letzten 24 Stunden Krypto-Positionen im Wert von rund 735 Millionen US-Dollar liquidiert, davon 529 Millionen auf der Long-Seite. Der "Fear and Greed Index" ist auf einen Wert von 14 abgestürzt, was "Extreme Angst" signalisiert. In einem solchen Umfeld ("Risk-Off") werden volatile Assets wie SOL als erste abgestoßen.

Charttechnik: Zielmarke 85 Dollar
Technisch ist das Bild düster. SOL notiert deutlich unter den 50-, 100- und 200-Tage-EMAs (bei 127 $, 139 $und 153 $), was den Abwärtstrend zementiert. Analysten sehen den Weg des geringsten Widerstands nun auf der Unterseite. Sollte die Marke von 95 US-Dollar nicht halten, droht ein direkter Abverkauf bis zum "S1 Pivot Point" bei 85 US-Dollar.

Die Indikatoren lassen wenig Hoffnung auf eine schnelle Erholung: Der MACD fällt tief in den negativen Bereich, und der RSI (Relative Strength Index) notiert mit 28 bereits in der überverkauften Zone – was paradoxerweise oft weiteren Verkaufsdruck anzieht, statt Schnäppchenjäger zu locken. Erst bei einer Rückeroberung der 100-Dollar-Marke käme der 50-Tage-EMA bei 127 US-Dollar wieder als Ziel in den Fokus.
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