Eskalation am Golf treibt Kurs über 5.050 Dollar – Zinsfantasie stützt
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Sicherer Hafen: Der Abschuss einer iranischen Drohne durch die US-Marine löst eine neue Flucht in Gold aus – der Kurs springt über 5.000 Dollar.
Geldpolitischer Rückenwind: Trotz der "Falken"-Personalie Warsh wetten Händler weiterhin auf Zinssenkungen, was den Dollar schwächt.
Daten-Fokus: Nach dem Ende des US-Shutdowns richten sich die Blicke nun auf die ADP-Arbeitsmarktdaten und den ISM-Einkaufsmanagerindex.
Die geopolitische Risikoprämie ist mit voller Wucht zurück. Gold (XAU/USD) setzt seine Erholungsrallye am Mittwoch fort und durchbricht im asiatischen Handel die psychologisch wichtige Marke von 5.050 US-Dollar. Getrieben von der Angst vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten suchen Anleger Schutz im klassischen Krisenwährungs-Metall. Damit hat sich der Goldpreis bereits um über 650 Dollar von seinem Vier-Wochen-Tief bei 4.400 Dollar erholt.
Drohnen-Zwischenfall belastet Diplomatie
Auslöser für den neuerlichen Kaufimpuls ist ein militärischer Zwischenfall im Arabischen Meer. Ein Sprecher des US-Zentralkommandos bestätigte, dass ein US-Kampfjet eine iranische Drohne abgeschossen habe. Der unbemannte Flugkörper habe sich dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln genähert und sei als Bedrohung eingestuft worden ("Selbstverteidigung").
Dieser Vorfall wirft einen dunklen Schatten auf die für Freitag geplanten Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung schwindet, was Gold – das seinen stärksten Tagesanstieg seit November 2008 verzeichnete – massiv Auftrieb verleiht.
Das Zins-Paradoxon: Warsh vs. Marktrealität
Interessanterweise spielt auch die Geldpolitik den Gold-Bullen in die Karten, obwohl die Vorzeichen eigentlich anders stehen. Die Nominierung von Kevin Warsh als nächster Fed-Chef durch US-Präsident Donald Trump schürte zwar kurzzeitig die Sorge vor einer strafferen Gangart ("hawkish"). Doch der Markt wettet gegen diese Angst.
Händler preisen weiterhin mindestens zwei Zinssenkungen in diesem Jahr ein. Bestätigt fühlen sie sich durch Aussagen wie die von Fed-Gouverneur Stephen Miran, der am Dienstag betonte, die Inflation sei kein Problem mehr und die Zinsen müssten um rund einen Prozentpunkt sinken. Diese Erwartungshaltung hält den US-Dollar in der Defensive und macht das zinslose Gold für internationale Käufer attraktiv.
US-Politik: Shutdown abgewendet, Fokus auf Daten
In Washington hat Präsident Trump indes ein Ausgabengesetz unterzeichnet, das den partiellen Regierungsstillstand beendet und die Finanzierung wichtiger Behörden sichert. Mit dieser politischen Baustelle im Rückspiegel richtet sich der Fokus der Märkte nun auf harte Konjunkturdaten. Da der offizielle Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) am Freitag nicht veröffentlicht wird, gewinnt der heutige ADP-Report zur Beschäftigung im Privatsektor an Bedeutung. Zudem dürfte der ISM Services PMI wichtige Impulse für die Dollar-Nachfrage und damit indirekt für den Goldpreis liefern.
Charttechnik: Bullen müssen 50er-SMA verteidigen
Technisch hat sich das Bild deutlich aufgehellt. Der Ausbruch über das 50%-Retracement der jüngsten Korrektur gilt als starkes Kaufsignal. Entscheidend ist nun, dass sich der Kurs nachhaltig oberhalb des 50-Perioden-SMA (Simple Moving Average) auf dem 4-Stunden-Chart etabliert. Die Indikatoren stützen dieses Szenario: Der MACD notiert im positiven Bereich mit wachsendem Momentum, und der RSI (Relative Strength Index) signalisiert mit einem Wert von 55,83 weiteres Aufwärtspotenzial. Ein nachhaltiger Schlusskurs über den Fibonacci-Widerständen würde den Weg zu neuen Hochs ebnen. Ein Rückfall unter den gleitenden Durchschnitt hingegen könnte die Erholung abwürgen und den Fokus zurück auf die unteren Unterstützungszonen lenken.
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