Das Pfund Sterling (GBP) notiert am Mittwoch höher gegenüber seinen wichtigsten Währungspeers, während die Anleger auf die geldpolitische Ankündigung der Bank of England (BoE) am Donnerstag warten. Die britische Währung gewinnt an Wert in Erwartung, dass die BoE die Zinssätze in ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 unverändert bei 3,75 % belassen wird.
Marktteilnehmer erwarten, dass die Zentralbank des Vereinigten Königreichs (UK) die Leitzinsen stabil hält, nachdem sie diese im Dezember um 25 Basispunkte (bps) gesenkt hat, und weisen darauf hin, dass die Geldpolitik auf einem „allmählichen Abwärtspfad“ bleiben wird. Von den neun Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses (MPC) wird erwartet, dass Swati Dhingra und Alan Taylor für eine Zinssenkung stimmen.
In der Mitte des Januars sagte Taylor auf einem Gipfel in Singapur, dass er davon ausgehe, dass die Inflation im „Mitte 2026“ wieder das Ziel der Zentralbank von 2 % erreichen werde, „schneller als bis 2027 warten zu müssen“, und prognostizierte, dass die Zinssätze „bald auf das neutrale Niveau normalisiert werden könnten“.
In der Sitzung im Dezember äußerten die Beamten auch das Vertrauen, dass die „Inflation näher an 2 %“ im zweiten Quartal 2026 kommen werde.
Neben der Zinssatzentscheidung der BoE werden die Anleger den vierteljährlichen geldpolitischen Bericht im Auge behalten, der die Inflationserwartungen für die nächsten zwei Jahre und den aktuellen Zustand der Wirtschaft zeigen wird.
-1770191585255-1770191585265.png)
GBP/USD notiert zum Zeitpunkt der Erstellung bei etwa 1,3712. Das Paar hält sich über dem steigenden 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3605, was den kurzfristigen Trend nach oben zeigt. Der 20-Tage EMA hat sich in den letzten Sitzungen gefestigt und signalisiert zunehmenden Aufwärtsdruck.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 62 (positiv) bestätigt das bullische Momentum ohne überkaufte Bedingungen.
Das Halten von täglichen Schlusskursen über dem 20-Tage EMA bei 1,3605 würde die Aufwärtsneigung bewahren und einen weiteren Anstieg in Richtung des Vierjahreshochs von 1,3866 fördern. Ein entscheidender Schlusskurs unter diesem Maßstab würde jedoch den Ton abschwächen und eine tiefere Korrektur in Richtung der psychologischen Marke von 1,3500 einladen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.