Die indische Rupie dürfte bis 2026 hinter anderen Währungen zurückbleiben, wie aus einer aktuellen Analyse der japanischen Bank MUFG hervorgeht. Der Bericht des MUFG-Devisenanalysten Michael Wan verweist auf eine langsamer als erwartete Haushaltskonsolidierung der Regierung sowie auf einen höheren Finanzierungsbedarf. Dies könnte Belastungen für den Anleihemarkt und die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland mit sich bringen. Vor dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen Faktoren bleibt die Stimmung gegenüber der Rupie insgesamt negativ.
„Die indische Regierung hat ihren Haushalt für das Fiskaljahr 2026/27 am Sonntag, dem 1. Februar, vorgelegt. Die wichtigste Erkenntnis aus Sicht von INR-Devisen und Zinsen ist das langsamer als erwartete Tempo der fiskalischen Konsolidierung.“
„Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass die Reserve Bank of India voraussichtlich zusätzliche Liquidität bereitstellen muss, um die Renditen von Staatsanleihen zu deckeln oder zumindest den Anstieg der Anleiherenditen in Rupien zu begrenzen.“
„In der Gesamtbetrachtung halten sich die Änderungen aus unserer Sicht stark an bewährte Muster und dürften daher den aktuellen Trend einer Abschwächung der Rupie vorerst nicht verändern.“