Strategie-Beben bei Ethereum: Buterin erklärt Rollup-Roadmap für obsolet
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Radikale Kehrtwende: Co-Gründer Vitalik Buterin sieht das bisherige "Rollup-zentrierte" Konzept als gescheitert an und fordert einen neuen Pfad.
Die Gründe: Enttäuschende Dezentralisierungs-Fortschritte bei Layer-2-Netzwerken treffen auf eine unerwartet leistungsfähige Mainchain.
Kurs-Reaktion: Ethereum kämpft nach 288 Millionen Dollar an Liquidationen um die Marke von 2.280 Dollar – wichtige Unterstützung im Test.
Es ist eine Zäsur für das zweitgrößte Blockchain-Netzwerk der Welt. Vitalik Buterin, der geistige Vater von Ethereum (ETH), hat am Dienstag die strategische Ausrichtung der letzten Jahre für beendet erklärt. In einem vielbeachteten Post auf der Plattform X bezeichnete er die ursprüngliche "Rollup-zentrierte Roadmap", die seit 2021 als Dogma galt, als "nicht mehr sinnvoll".
Das Scheitern der "verlängerten Werkbank"
Buterins Abkehr begründet sich in einer nüchternen Bestandsaufnahme der Realität. Die ursprüngliche Vision sah vor, dass Layer-2-Netzwerke (L2s) als sichere Erweiterungen ("Branded Shards") die Hauptlast der Transaktionen tragen und dabei die Sicherheitsgarantien der Mainchain erben sollten.
Doch laut Buterin haben sich zwei fundamentale Prämissen verschoben:
Stagnation bei L2s: Der Fortschritt hin zu echter Dezentralisierung ("Stage 2") sei weitaus langsamer und schwieriger als erwartet. Bis 2025 hätten nur wenige Netzwerke wie Arbitrum oder OP Mainnet überhaupt die erste Stufe ("Stage 1") erreicht. Viele Betreiber würden aus technischen oder regulatorischen Gründen wohl niemals die volle Kontrolle abgeben.
L1-Renaissance: Gleichzeitig habe die Ethereum-Basis-Schicht (Layer 1) durch Upgrades wie Pectra und Fusaka massiv skaliert. Die Gebühren seien niedrig, und für 2026 stünden weitere Erhöhungen der Gas-Limits an. Das Argument, die Mainchain sei für Nutzer zu teuer, sei damit faktisch entkräftet.
Buterins Urteil fällt hart aus: Netzwerke, die lediglich über eine Multisig-Bridge mit Ethereum verbunden seien, dürften nicht als Skalierungslösung gelten. Sie seien vielmehr "L1-Netzwerke mit Brücken". Echtes Skalieren bedeute, Blockspace zu schaffen, der durch das "volle Vertrauen und die Kreditwürdigkeit von Ethereum" gedeckt sei.
Die neue Rolle der Layer-2s
Statt L2s abzuschreiben, plädiert Buterin für eine Neudefinition. Layer-2-Lösungen müssten ihren Mehrwert jenseits reiner Skalierung finden – etwa durch Privatsphäre-Funktionen, spezifische Anwendungsdesigns oder nicht-finanzielle Use-Cases wie soziale Netzwerke und digitale Identität.
Für die Mainchain kündigte er die Arbeit an nativen "Rollup Precompiles" an, die eine vollständig dezentrale Verifizierung und sichere Interoperabilität ermöglichen sollen.
Chart-Analyse: Bären dominieren, Indikatoren überverkauft
Der Markt reagierte nervös auf die strategische Unsicherheit. Daten von Coinglass zeigen, dass in den letzten 24 Stunden Positionen im Wert von 288,7 Millionen US-Dollar liquidiert wurden – der Großteil davon (205,7 Mio. $) auf der Long-Seite.

Aktuell notiert ETH bei rund 2.280 US-Dollar, nachdem der Kurs am Dienstag um 5 Prozent nachgab und die Unterstützung bei 2.120 US-Dollar testete.
Bullisches Szenario: Hält die Unterstützung, könnte ein Test des Widerstands bei 2.380 US-Dollar folgen.
Bärisches Szenario: Ein Bruch der 2.120-Dollar-Marke würde den Weg bis auf 1.730 US-Dollar freimachen.
Technisch signalisieren RSI und Stochastik-Oszillator auf dem Tageschart eine "überverkaufte" Situation, was kurzfristig für eine Gegenbewegung sprechen könnte, wenngleich das Momentum klar negativ bleibt.
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