Der US-Konzern Pinterest hat sich im Zuge seiner laufenden Restrukturierung von mehreren Ingenieuren getrennt. Hintergrund ist die Entwicklung eines internen Analysewerkzeugs, mit dem Beschäftigte den Umfang kürzlich angekündigter Stellenstreichungen nachvollziehen wollten.
Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, weniger als 15 Prozent der Arbeitsplätze abzubauen und zugleich Büroflächen zu reduzieren. Die frei werdenden Ressourcen sollen stärker in Projekte rund um Künstliche Intelligenz fließen. Nach der Ankündigung wuchs innerhalb der Belegschaft der Informationsbedarf zu den konkret betroffenen Bereichen und zum weiteren Vorgehen.
Nach Unternehmensangaben griff das intern entwickelte Werkzeug auf vertrauliche Daten zu und verbreitete unzutreffende Informationen über betroffene Mitarbeiter. Die Weitergabe der Auswertungen habe gegen interne Vorgaben sowie gegen Datenschutzgrundsätze verstoßen. Pinterest bestätigte daraufhin personelle Konsequenzen, ohne Details zur Zahl der Kündigungen zu nennen.
Die Unternehmensleitung betonte intern, dass Meinungsvielfalt zwar Teil der Unternehmenskultur sei, eigenmächtige Schritte jedoch nicht mit den laufenden Veränderungsprozessen vereinbar seien. Informationen zu personellen Maßnahmen sollten ausschließlich in den jeweiligen Teams weitergegeben werden, um den Schutz der Beschäftigten zu gewährleisten.
Pinterest steht derzeit unter erhöhtem Wettbewerbsdruck. Das Unternehmen versucht, seine Position im Werbemarkt zu festigen und zugleich den Ausbau KI-basierter Angebote voranzutreiben. Vor dem Hintergrund eines gedämpften Anzeigenwachstums und anhaltender Stellenkürzungen in der Technologiebranche verfolgt der Konzern einen strafferen Kurs, um strategische Prioritäten in einer Phase des Umbruchs durchzusetzen.