Das USD/CAD-Paar gewinnt während der frühen europäischen Handelsstunden am Donnerstag an Stärke und nähert sich 1,3690. Die Erwartung eines langsameren Tempos bei den Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed), da Kevin Warsh im Mai 2026 Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden nachfolgen wird, unterstützt den US-Dollar (USD) gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD). Die Finanzmärkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 90%, dass die Fed die Zinssätze bei ihrer Sitzung im März stabil hält, mit der Erwartung von insgesamt 50 bis 75 Basispunkten (bps) an Lockerungen bis zum Ende des Jahres.
Unterdessen könnten steigende geopolitische Risiken die Rohölpreise ankurbeln und dem rohstoffgebundenen Loonie etwas Unterstützung bieten. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein bedeutendes Ölexportland ist und hohe Rohölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf den CAD haben.
Im Tageschart bleibt USD/CAD unter dem 100-EMA begrenzt. Der Durchschnitt neigt sich nach unten und bewahrt eine bärische Tendenz. Der RSI bei 46 (neutral) ist gestiegen, was darauf hindeutet, dass sich das Momentum stabilisiert. Die Bollinger-Bänder neigen sich nach unten, und der Preis handelt unterhalb des mittleren Bands, was auf anhaltenden bärischen Druck hinweist. Sollten die Bullen 1,3750 zurückerobern, würden Fortschritte auf den 100-EMA bei 1,3813 und das obere Band bei 1,4012 stoßen, während ein neuer Rückgang 1,3490 offenlegen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.