Gold (XAU/USD) konsolidiert während der asiatischen Sitzung um die Marke von 4.600 USD, während Händler gespannt auf das Ergebnis der zweitägigen FOMC-Geldpolitik-Sitzung warten, die an diesem Mittwoch stattfindet. Der Fokus liegt auf der Pressekonferenz nach der Sitzung, bei der die Äußerungen des scheidenden Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, auf Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik genau analysiert werden. Der Ausblick wird wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen US-Dollar (USD)-Preisdynamik spielen und dem zinslosen gelben Metall einen bedeutenden Impuls verleihen.
Im Vorfeld des wichtigen geldpolitischen Ereignisrisikos stützt die Unsicherheit über die zweite Runde der US-Iran-Friedensgespräche weiterhin den Status des USD als Reservewährung und hält den Goldpreis nahe einem am Dienstag erreichten Drei-Wochen-Tief. Tatsächlich schwanden die Hoffnungen auf diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs am Wochenende, nachdem US-Präsident Donald Trump den geplanten Besuch seines Sondergesandten in Pakistan abgesagt hatte. Zudem deuten Medienberichte darauf hin, dass Trump mit Irans neuem Vorschlag zur Beendigung des Konflikts und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus unzufrieden ist, während Gespräche über das Atomprogramm ausgeklammert werden.
Unterdessen ist der Schiffsverkehr durch die strategische Wasserstraße aufgrund von Irans Bewegungseinschränkungen und der US-Blockade iranischer Häfen durch die Marine zuletzt stark zurückgegangen. Dies, zusammen mit der Pattsituation zwischen den USA und Iran, stützt die erhöhten Rohölpreise und belebt inflationsbedingte Sorgen. Dies könnte wichtige Zentralbanken, einschließlich der US-Fed, dazu veranlassen, eine restriktivere Haltung einzunehmen und stellt einen weiteren Faktor dar, der die Aufwärtsbewegung des Goldpreises begrenzt. Daher könnte jede Erholungsbewegung weiterhin als Gelegenheit für bärische Händler gesehen werden und läuft Gefahr, recht schnell zu verpuffen.
Vor dem Hintergrund des jüngsten Scheiterns in der Nähe des 200-Stunden-Exponential Moving Average (EMA) wurde der nächtliche Bruch unter die horizontale Unterstützung bei 4.670-4.665 USD als entscheidender Auslöser für die Bären bei XAU/USD gewertet. Zudem spiegelt der Relative Strength Index (RSI) bei rund 40 einen gedämpften Kaufdruck wider, was darauf hindeutet, dass jede Erholungsversuch verwundbar bleibt, während Gold unter diesen Widerstandsniveaus gedeckelt ist.
Das MACD-Histogramm hat jedoch positiv gedreht, was auf einen moderaten Erholungsversuch hindeutet. Die erste Widerstandsmarke liegt bei der horizontalen Linie nahe 4.668,04 USD, während der 200-Perioden-EMA bei etwa 4.703,69 USD als nächstes, bedeutenderes Hindernis fungiert, das zurückerobert werden müsste, um den vorherrschenden Abwärtsdruck zu mildern. Auf der Unterseite würde eine Schwäche unter das nächtliche Swing-Tief bei rund 4.555 USD das Edelmetall weiter anfällig für Verluste machen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.