Die indische Rupie (INR) setzt am Mittwoch ihren Rückgang gegenüber dem US-Dollar (USD) fort. Das Paar USD/INR steigt weiter auf rund 94,75, da die Ölpreise ihre Aufwärtsbewegung ausgeweitet haben, nachdem US-Beamte am späten Dienstag erklärt hatten, Präsident Donald Trump habe seine Mitarbeiter angewiesen, sich auf eine verlängerte Blockade Irans vorzubereiten, berichtete das Wall Street Journal (WSJ).
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der WTI-Ölpreis unverändert bei rund 97,00 USD, hatte aber in der späten Sitzung am Dienstag stark zugelegt und erreichte fast 99,50 USD, den höchsten Stand seit fast drei Wochen.
Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren dazu, sich in einem Umfeld hoher Ölpreise schlechter zu entwickeln.
Der WSJ-Bericht zeigte, dass US-Präsident Trump erklärt hat, die Fortsetzung der Blockade iranischer Seehäfen sei eine bevorzugte Maßnahme, um Teheran bei den Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand in die Defensive zu drängen, anstatt erneut iranisches Territorium zu bombardieren.
Die anhaltende US-Blockade gegen Iran bedeutet die verlängerte Schließung der Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung.
Ausländische Investoren traten am Dienstag zum siebten Handelstag in Folge als Nettoverkäufer auf und haben Anteile im Wert von 20.395,08 Crore Rupien abgestoßen. Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) befürchten, dass „höhere Ölpreise für längere Zeit“ die Gewinnprognosen der indischen Unternehmen durch Margenbelastungen erheblich beeinträchtigen und zudem die Kaufkraft der Haushalte schmälern werden.
Am Mittwoch wird die wichtigste Auslösung für die globalen Märkte die geldpolitische Bekanntgabe der Federal Reserve (Fed) um 18:00 GMT sein, bei der erwartet wird, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 % belässt.
Die Fed wird voraussichtlich vor aufwärtsgerichteten Inflations- und abwärtsgerichteten Wirtschaftsrisiken angesichts gestiegener Energiepreise warnen. Dies wird die letzte Fed-Sitzung unter Jerome Powell als Vorsitzender sein. Die Anleger werden der Rede von Fed-Chef Powell besondere Aufmerksamkeit schenken, um neue Hinweise auf den US-Zinsausblick zu erhalten.

USD/INR notiert am Mittwoch in der Eröffnungssitzung höher bei rund 94,75. Das Paar weist eine kurzfristig bullishe Tendenz auf, da der Kurs über dem 20-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei etwa 93,66 bleibt und die jüngste Aufwärtsbewegung unterstützt.
Der Relative Strength Index (RSI) bei rund 63 deutet auf eine feste, aber noch nicht überkaufte Aufwärtsdynamik hin, was den konstruktiven Ton verstärkt und Raum für weitere Gewinne lässt.
Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am 20-Tage-EMA bei etwa 93,66 gesehen. Solange USD/INR diesen gleitenden Durchschnitt verteidigt, dürften Rücksetzer Kaufinteresse anziehen, und der breitere Aufwärtstrend wird voraussichtlich intakt bleiben. Nach oben hin wird erwartet, dass der Kurs das Allzeithoch knapp über 95,00 erneut ansteuert.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.