Die Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank verweisen darauf, dass das britische Pfund (GBP) derzeit hinterherhinkt. Belastend wirken politische Unsicherheiten rund um Premierminister Keir Starmer sowie die Fiskalpolitik. Gleichzeitig stützen sich ausweitende Zinsdifferenzen zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA die fundamentalen Aussichten für das Pfund. Am Markt wird in dieser Woche kaum mit Maßnahmen der Bank of England gerechnet, allerdings wird bis Jahresende eine schrittweise Straffung eingepreist. Aus technischer Sicht bewegt sich GBP/USD weiterhin in einer Spanne zwischen 1,3450 und dem Bereich um 1,35, wobei der übergeordnete Trend seit Anfang 2025 positiv bleibt.
„Das Pfund ist schwach und hat gegenüber dem US-Dollar um 0,4 Prozent nachgegeben. Auch im Vergleich zu anderen Währungen gehört es zu den schwächeren, was sowohl auf inländische als auch externe Faktoren zurückzuführen ist.“
„Im Inland bewerten Marktteilnehmer weiterhin die politische Unsicherheit rund um die Führung von Premierminister Starmer sowie die Auswirkungen auf die Fiskalpolitik. Ein Großteil des jüngsten Vertrauensaufbaus war mit Finanzministerin Rachel Reeves und ihrer Einhaltung selbst auferlegter Haushaltsregeln verbunden.“
„In Bezug auf die Bank of England preisen die Märkte für die Entscheidung am Donnerstag kaum eine Zinserhöhung ein, rechnen jedoch mit 16 Basispunkten bis Juni und insgesamt 60 Basispunkten bis Dezember.“
„Die jüngste Ausweitung der Zinsdifferenzen zwischen Großbritannien und den USA setzt sich fort und nähert sich neuen Höchstständen, was dem Pfund grundsätzlich Unterstützung bietet.“
„Gleichwohl dominiert weiterhin die Stimmungslage am Markt, und der Optionsmarkt signalisiert einen leichten Anstieg der Prämien für Absicherungen gegen eine Pfund-Schwäche.“